Physiotherapie: ab 2012 mehr umsatzsteuerpflichtige Leistungen

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Leistungen, die ein Physiotherapeut im Anschluss an eine ärztlich verordnete Heilbehandlung erbringt, sollen zukünftig nicht mehr umsatzsteuerfrei ausgeführt werden dürfen.

Das Umsatzsteuergesetz legt fest: Heilbehandlungen im Rahmen der Humanmedizin, die durch einen Physiotherapeuten erbracht werden, sind umsatzsteuerfrei. Bis Ende 2011 wird diese Umsatzsteuer-Befreiungsvorschrift von der Finanzverwaltung großzügig ausgelegt. Denn die Steuerfreiheit erstreckt sich auch auf Behandlungen im Nachgang an eine ärztlich verordnete Heilbehandlung. Dabei kann es sich zum Beispiel um Rückentraining handeln, das der Patient aus eigener Tasche zahlt.

Mit der Großzügigkeit der Finanzverwaltung soll nun Schluss sein. Ab 2012 werden alle physiotherapeutischen Leistungen, die nicht auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung oder im Rahmen einer Vorsorge-/Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt werden, der Umsatzsteuer unterworfen.

Es bleibt lediglich ein kleines Trostpflaster: Da die Leistungen eines Physiotherapeuten steuerermäßigt sind, werden die Behandlungen lediglich mit 7 % versteuert (Verfügung der OFD Frankfurt/Main vom 26.7.2011, S 7170 A - 89 - St 112, DStR 2011 S. 1763).

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