Baurechnungen: Vorsteuer unbedingt in Umsatzsteuervoranmeldungen angeben!

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Sind Sie selbstständig und wollen sich eine Immobilie zum Wohnen und Arbeiten bauen? Dann sollten Sie die Vorsteuer aus den Baurechnungen unbedingt bereits in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen angeben. Sie dürfen den Vorsteuerabzug nicht in der Jahreserklärung nachholen.

Ein Selbstständiger hatte 2004 mit dem Bau eines Eigenheims begonnen. Nach der Fertigstellung 2005 richtete er in den Kellerräumen Büros für seine Tätigkeit als Buchhalter ein. In seiner Umsatzsteuer-Jahreserklärung 2004, die er im Jahre 2005 abgegeben hatte, beantragte er die Berücksichtigung von Vorsteuern aus der Errichtung eines Einfamilienhauses in Höhe von rund 23.000 Euro.

Das Finanzamt war jedoch der Ansicht, der Kläger habe die Arbeitsräume nicht rechtzeitig seinem Unternehmen zugeordnet habe. Der Vorsteuerabzug sei nicht zeitnah mit den eingereichten Umsatzsteuer-Voranmeldungen beantragt worden.

Der Selbstständige zog vor das Finanzgericht. Er sei davon ausgegangen, die Vorsteuer hätte noch unabhängig von seinen Angaben in den Voranmeldungen im Rahmen der Jahreserklärung geltend gemacht werden können. Die Jahreserklärung - und damit die Zuordnung der Büros zum Unternehmen - sei noch vor der Fertigstellung des Gebäudes beim FA eingegangen.

Die Richter ließen sich von diesen Argumenten nicht überzeugen. Der Selbstständige hätte durch objektive Anhaltspunkte nachweisen müssen, dass er die Büroflächen bereits 2004 seinem Unternehmen zugeordnet hat. Doch weder in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch in den Bauplänen ließ sich ein Hinweis darauf finden.

Daraus, dass er die Vorsteuer nicht in den Voranmeldungen angegeben hatte, musste das Finanzamt deshalb schließen, dass der Selbstständige die Räume gerade nicht seinem Unternehmen zuordnen wollte. Ein Vorsteueranzug kommt deshalb in solchen Fällen nicht infrage (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 5.8.2008, Az. 6 K 2333/06)
 

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