Aknebehandlungen durch Kosmetikerin umsatzsteuerfrei?

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Führt eine selbstständige Kosmetikerin nach ärztlichen Vorgaben und unter ärztlicher Aufsicht Aknebehandlungen durch, können die erbrachten Leistungen umsatzsteuerfrei sein.

Ein Arzt beauftragte eine Kosmetikerin mit der Behandlung von Aknepatienten. Der Mediziner zahlte der Kosmetikerin für jede Behandlung einen Pauschalbetrag und rechnete die erbrachten Leistungen dann gegenüber privaten Krankenkassen ab. Die Kosmetikerin stufte ihre Einnahmen als umsatzsteuerfrei ein und führte daher keine Umsatzsteuer an das Finanzamt ab.

Damit war das Finanzamt allerdings nicht einverstanden. Es unterstellte umsatzsteuerpflichtige Leistungen und forderte von der Kosmetikerin nachträglich Umsatzsteuer. Die Begründung: Weil der Arzt die Behandlungen nicht selbst durchführte, sondern die Kosmetikerin damit beauftragte, lagen keine steuerbefreiten Heilbehandlungen vor. Gegen die Einordnung der Leistungen durch das Finanzamt klagte die Kosmetikerin vor Gericht - und das mit Erfolg.

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz sah die gesetzlichen Voraussetzungen für umsatzsteuerfreie heilberufliche Leistungen als erfüllt an. Denn die Kosmetikerin besaß eine Zusatzausbildung in Dermatologie, die sie aus fachlicher Sicht befähigte, eine Aknetherapie durchzuführen. Die Behandlungen fanden nach Absprache und unter ärztlicher Aufsicht statt. Und dem Arzt wurden die Behandlungskosten von Krankenkassen erstattet (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 14.5.2009, Az. 6 K 2763/07, nicht veröffentlicht).

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