Umweltberater: Chancen auf Anerkennung als Freiberufler

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Auch Umweltberater haben so ihre Probleme mit der verknöcherten Rechtsprechung. Chancen auf die begehrte Anerkennung als Freiberufler haben Sie nur dann, wenn Sie unter die Rubrik des beratenden Betriebswirts fallen.

Zum Glück setzt sich allmählich die Auffassung durch, dass Umweltmanagement (Umweltgesetzgebung, Verwertungsstrategien, Entsorgungswirtschaft usw.) heute als weiterer Hauptbereich der Betriebswirtschaft angesehen werden muss. Und dann geht auch ein Betriebswirt, der sich auf diesen Hauptbereich des Umweltmanagements spezialisiert hat, als Freiberufler durch (FG Rheinland-Pfalz vom 28.8.2004, EFG 2004 S. 1835).

Erfolgreich mit seiner Klage war auch ein Autodidakt (d.h., kein Hochschulstudium), der auf dem gebiet der Entsorgungs- und Umwelttechnik tätig war und als Freiberufler eingestuft wurde (Niedersächsisches FG vom 20.3.2004, Az. 7 K 477/00; nicht veröffentlicht). Nun hat der BFH zu entscheiden, ob seine Arbeit der eines Betriebswirts oder eines Ingenieurs ähnlich und damit eine freiberufliche Tätigkeit ist oder ob ein Gewerbebetrieb vorliegt (Revision beim BFH Az. XI R 62/04).

Ob ein promovierter Diplom-Geologe und anerkannter Umweltberater eine ingenieurähnliche oder eine einem Betriebswirt ähnliche Tätigkeit ausübt, muss ebenfalls noch vom BFH entschieden werden (Revision bei BFH Az. IV R 14/05).

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