Steuerberatungskosten - ein Großteil bleibt in jedem Fall abzugsfähig!

Die Bundesregierung scheint es tatsächlich ernst zu meinen, denn am 21.12.2005 hat der Bundestag die geplante Gesetzesänderung beschlossen: Der Abzug von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben soll ab dem 1.1.2006 wegfallen.

Doch halt:

Es ist nur ein Teil der Kosten betroffen - nämlich der private (hauptsächlich die Kosten für das Ausfüllen des Mantelbogens und der Anlage Kind). Absetzbar als Werbungskosten oder Betriebsausgaben bleibt in jedem Fall der Teil der Kosten, der im Zusammenhang mit einer Einkunftsart steht. Dazu gehört zum Beispiel die Ermittlung der Einkünfte aus Ihrem Arbeitsverhältnis (Anlage N), Ihrem Kapitalvermögen (Anlage KAP) bzw. Ihrer Vermietung und Verpachtung (Anlage V) oder für die Gewinnermittlung, wenn Sie selbstständig sind (Anlage GSE, Umsatzsteuererklärung usw.).

Steuerberatungskosten, die Sie nach dem 31. 12. 2005 zahlen, müssen Sie dann aufteilen. Ist eine klare Abgrenzung nicht möglich, erfolgt die Aufteilung durch Schätzung. Noch ist ungeklärt, welche Aufteilungsschlüssel die Finanzverwaltung akzeptieren wird. Diese Frage wird aber erst interessant, wenn Sie Anfang 2007 Ihre Steuererklärung für das Jahr 2006 machen.

Unser Steuertipp:
Die neue Regelung soll ab dem 1. 1. 2006 gelten. Noch komplett geltend machen können Sie deshalb zum Beispiel die Kosten für die "Steuer-Spar-Erklärung", wenn Sie sie im Jahr 2005 kaufen und der Betrag auch noch in diesem Jahr von Ihrem Konto abfließt.

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