Schöne Ferien - mit Mautgebühren als laufenden Pkw-Kosten

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Wenn ein Arbeitnehmer einen Firmenwagen fährt, werden die Privatfahrten mit der 1%-Methode versteuert. Die Kosten für Straßennutzungsgebühren, Vignette und auch einen Autoschutzbrief möchte der Arbeitgeber aber dem Arbeitnehmer gerne steuerfrei erstatten.

Darf er das? Oder gehört die Erstattung zum steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn?

Das Finanzgericht Düsseldorf meint »ja - steuerpflichtig« (FG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2002, Az. 13 K 2376/01 E).

Aber diese Aussage ist zum Glück nicht endgültig. Denn jetzt liegt der Fall beim Bundesfinanzhof, der das Bundesfinanzministerium zum Beitritt in dem anhängigen Verfahren aufgefordert hat (BFH-Beschluss vom 26.1.2005, Az. VI R 37/03).

Unser Steuertipp:

Auch Selbstständige, die die Privatnutzung ihres Betriebs-Pkw mit der 1%-Methode versteuern, können profitieren. Machen Sie die Ausgaben für Vignette etc. als laufende Pkw-Kosten geltend. Wenn Ihr Finanzamt die Ausgaben nicht anerkennt, legen Sie unbedingt Einspruch ein! Weisen Sie dabei auf das beim Bundesfinanzhof anhängige Verfahren hin (Az. VI R 37/03).

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