Scheidungskosten: Steuerliche Abziehbarkeit deutlich eingeschränkt

 - 

Die Kosten einer Scheidung selbst zählen immer zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art. Und die sind abziehbar, soweit sie über der zumutbaren Belastung liegen.

Was ist aber mit den so genannten Scheidungsfolgesachen wie dem Versorgungsausgleich, der Verteilung von Hausrat und Ehewohnung oder der Regelung von Unterhalt-, Sorge- und Umgangsrecht für die Kinder?

Leider hat der BFH in den Revisionen III 36/03 und III R 27/04 entschieden, dass nur die Kosten als außergewöhnliche Belastungen abziehbar sind, die das Familiengericht im so genannten »Zwangsverbund« entscheiden muss. Das gilt auch, wenn Sie die Aufnahme von Scheidungsfolgesachen in den Scheidungsverbund beantragen und das Gericht diese Frage dann mitentscheiden muss.

Nur wenn das Familiengericht »von Amts wegen« über den Versorgungsausgleich entscheiden muss, weil Sie keine Vereinbarung getroffen haben, dürfen Sie diese Kosten wegen des Zwangsverbundes abziehen.

Weitere News zum Thema

  • 1%-Methode und Listenpreis bei Taxis

    [] Mit der Ermittlung des Listenpreises von Taxis bei der 1 %-Regelung beschäftigte sich das FG Düsseldorf: Im zu entscheidenden Fall gab es unterschiedliche Listen für Taxis und "normale" Fahrzeuge. mehr

  • Umsatzbesteuerung von Jagdgenossenschaften ab 2017

    [] Ab 2017 unterliegt die Verpachtung der Jagd mit dem Regelsteuersatz von 19 % der Umsatzsteuer. Eine Übergangsregelung ermöglicht jedoch die Anwendung des bisherigen Rechts bis Ende 2020, der Antrag hierzu muss bis 31.12.2016 gestellt werden. Darauf weist das LfSt Bayern hin. mehr

  • Investieren soll steuerlich interessanter werden

    [] Die Bundesregierung will die Rahmenbedingungen für die Kapitalausstattung und das weitere Wachstum von Unternehmen verbessern und hat dazu den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften beschlossen. mehr

  • Umsatzsteuerliche Einordnung einer Online-Partnervermittlung

    [] Mit auf elektronischem Weg erbrachten sonstigen Leistungen i.S. des Umsatzsteuerrechts beim Bereitstellen einer Datenbank (Suchmaschine) im Internet hat sich der BFH beschäftigt. Einfacher ausgedrückt ging es um eine Online-Partnervermittlung. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.