Scheidungskosten: Steuerliche Abziehbarkeit deutlich eingeschränkt

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Die Kosten einer Scheidung selbst zählen immer zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art. Und die sind abziehbar, soweit sie über der zumutbaren Belastung liegen.

Was ist aber mit den so genannten Scheidungsfolgesachen wie dem Versorgungsausgleich, der Verteilung von Hausrat und Ehewohnung oder der Regelung von Unterhalt-, Sorge- und Umgangsrecht für die Kinder?

Leider hat der BFH in den Revisionen III 36/03 und III R 27/04 entschieden, dass nur die Kosten als außergewöhnliche Belastungen abziehbar sind, die das Familiengericht im so genannten »Zwangsverbund« entscheiden muss. Das gilt auch, wenn Sie die Aufnahme von Scheidungsfolgesachen in den Scheidungsverbund beantragen und das Gericht diese Frage dann mitentscheiden muss.

Nur wenn das Familiengericht »von Amts wegen« über den Versorgungsausgleich entscheiden muss, weil Sie keine Vereinbarung getroffen haben, dürfen Sie diese Kosten wegen des Zwangsverbundes abziehen.

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