Lohnsteuerabzug ab 2010

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Die ersten Gehaltsabrechnungen im Jahr 2010 brachten für viele Steuerzahler ein deutlich höheres Nettogehalt. In einigen Fällen ist der Lohnsteuerabzug aber höher als in 2009 und damit das Nettogehalt niedriger. Wie kann das sein?

Grund hierfür ist die in den Lohnsteuertarif eingearbeitete Vorsorgepauschale. Diese wird ab 2010 nach neuen Regeln berechnet. Neu ist ab 2010 vor allem

  • die Berücksichtigung der höher abzugsfähigen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge;
  • die individuellere Berücksichtigung der sozialversicherungsrechtlichen Situation des Arbeitnehmers;
  • die erstmalige Berücksichtigung der Vorsorgepauschale in den Steuerklassen V und VI mit dazu korrespondierendem Wegfall der Verdoppelung von Höchstbeträgen in Steuerklasse III und
  • der Wegfall der Günstigerprüfung nach altem Recht 2004 bei der Vorsorgepauschale.

Das führt dazu, dass im Vergleich zu 2009

  • bei hohem Arbeitslohn (und damit in der Regel auch hohen Krankenversicherungsbeiträgen) sowie in Steuerklasse V und VI der Lohnsteuerabzug deutlich geringer ausfällt;
  • besonders bei Steuerklasse III mit eher niedrigem Arbeitslohn (somit auch bei vielen Betriebsrenten) die berechnete Vorsorgepauschale deutlich geringer ist und deshalb der Lohnsteuerabzug in 2010 höher ist.

In der Steuererklärung 2010 spielt die Vorsorgepauschale keine Rolle mehr. Absetzbar als Vorsorgeaufwendungen sind die tatsächlich geleisteten Versicherungsbeiträge. War die während des Jahres berücksichtigte Vorsorgepauschale zu gering und damit der Lohnsteuerabzug zu hoch, erhalten Sie mit dem Steuerbescheid zu viel bezahlte Lohnsteuer wieder erstattet.

 

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