Liebhabereibetrieb verkauft: Was ist zu versteuern?

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Der Übergang von einem Gewerbebetrieb zur Liebhaberei ist keine Betriebsaufgabe – diese entsteht vielmehr erst mit der Veräußerung oder Aufgabe des Liebhabereibetriebs, entschied der BFH. Das hat Folgen für die Höhe der Steuern.

Der Veräußerungs- oder Aufgabegewinn aus dem Verkauf bzw. der Aufgabe ist steuerpflichtig, soweit er auf die einkommensteuerlich relevante Phase (also die Zeit vor der Liebhaberei) entfällt, entschied der BFH.

Das bedeutet auch: Eine negative Wertentwicklung während der Liebhabereiphase berührt die Steuerpflicht des auf die einkommensteuerlich relevante Phase entfallenden Gewinnanteils nicht.

Die Veräußerung eines Liebhabereibetriebs kann daher auch dann zu einem steuerpflichtigen Gewinn führen, wenn der erzielte Erlös die festgestellten stillen Reserven nicht erreicht.

Der Veräußerungsgewinn ist im Jahr der Veräußerung bzw. Aufgabe zu versteuern und entspricht der Höhe nach im Grundsatz den auf den Zeitpunkt des Übergangs zur Liebhaberei gesondert festgestellten stillen Reserven (BFH-Urteil vom 11.5.2016, Az. X R 15/15).

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