Künstlersozialabgabe für Webdesigner

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Auch ein Webdesigner ist künstlerisch tätig - mit der Folge, dass Sie als Auftraggeber Künstlersozialabgabe für seine Leistungen abführen müssen. Das entschied das Bundessozialgericht.

Das BSG ließ sich dabei von einer Webdesignerin überzeugen, die ihre Tätigkeit wie folgt beschrieb: Die auf der Webseite verwendeten Gestaltungselemente sind das Ergebnis eines langwierigen kreativen Prozesses. Zu diesem gehört eine Phase der Inspiration, der die künstlerische Konzeption und eine experimentelle Gestaltungsphase folgen. Erst dann beginnt die technisch ausgerichtete Umsetzung, die im Vergleich zu den bereits abgeschlossenen schöpferischen Phasen verhältnismäßig kurz ist. Damit ist, so das Gericht, das Berufsbild durch eine "eigenschöpferisch-gestalterische Tätigkeit" geprägt (BSG, Urteil vom 7.7.2005, Az. B 3 KR 37/04 R).

Für Unternehmer bedeutet dieses Urteil: Wenn Sie einen freien Webdesigner mit der Gestaltung Ihres Internetauftritts beauftragen, müssen Sie auf das Honorar des Webdesigners Künstlersozialabgabe abführen.

Wo lag das Problem?

Internetauftritte werden zwar nach ästhetischen Gesichtspunkten gestaltet. Dabei gibt es in der Regel jedoch strenge Vorgaben des Auftraggebers, z.B. muss die Webseite zum Corporate Design der Firma passen. Zudem besteht die Arbeit nicht nur im Gestalten, sondern auch im Programmieren der Seite. An dieser Stelle kommt der Beruf des Webmasters oder Programmierers ins Spiel. Beide sind weder künstlerisch noch publizistisch tätig.

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