Krankengeldregelung für Selbstständige

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Selbstständige und Freiberufler, die freiwillig Mitglied einer Gesetzlichen Krankenversicherung sind, erhalten ab 2009 kein Krankengeld mehr von ihrer Kasse. Der Bundesverband der freien Berufe fordert jetzt den Gesetzgeber auf, die Leistungskürzung zurückzunehmen.

In einer Pressemitteilung erklärt der BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann:

"Im Zuge der im Jahr 2007 verabschiedeten Gesundheitsreform wurden diese Leistungen mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 gestrichen. Dies ist eine eklatante Benachteiligung der in der Gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versicherten Selbstständigen. Der Gesetzgeber muss diese Änderung sofort rückgängig machen.

Da nicht damit zu rechnen ist, dass sich der Gesetzgeber zeitnah bewegt, müssen sich die Betroffenen schnellstens um ein neues Auffangnetz im Krankheitsfall kümmern. Die Folgen für Selbstständige, die im Krankheitsfall nicht mehr abgesichert sind, können Existenz bedrohend sein.

Die betroffenen in der GKV freiwillig versicherten Selbstständigen sollten sich daher in den nächsten Wochen von mehreren privaten Versicherungsgesellschaften Angebote einholen und Prämien und Leistungen vergleichen. Die Versicherungsunternehmen sind aufgefordert, Produkte anzubieten, die dem geringen versicherungsmathematischen Risiko von Ausfallzeiten bei Selbstständigen Rechnung tragen. Dieses unterdurchschnittliche Risiko muss sich auch in günstigen Konditionen wieder finden. Dabei sollte an kombinierte Angebote mit Betriebsausfalldeckung gedacht werden.

Die Alternative, das Krankengeld auch zukünftig über die GKV abzusichern, sehen wir kritisch. Wer sich dazu entschließt, einen Zusatzvertrag über seine gesetzliche Kasse abzuschließen, sollte gewarnt sein. Erstens liegen bis heute keine Krankengeld-Wahltarife bei den gesetzlichen Kassen vor. Zweitens ist noch nicht abzusehen, wie sich die Beiträge der einzelnen Kassen nach Einführung des Gesundheitsfonds entwickeln werden. Und wer sich heute für eine bestimmte Krankenkasse entscheidet, ist an diese mindestens für die nächsten drei Jahre gebunden.

Wie auch immer sich die Betroffenen entscheiden: Sie werden mit Zusatzbelastungen rechnen müssen. Diese werden besser verkraften zu sein, als die finanziellen Belastungen, die eintreten, wenn die Ausfallzeiten bei zum Teil langen und schweren Erkrankungen nicht mehr abgesichert sind."

Quelle: Bundesverband der Freien Berufe, Pressemitteilung vom 9.9.2008

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