Investieren soll steuerlich interessanter werden

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Die Bundesregierung will die Rahmenbedingungen für die Kapitalausstattung und das weitere Wachstum von Unternehmen verbessern und hat dazu den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften beschlossen.

Durch eine Neuausrichtung der steuerlichen Verrechnung von Verlusten bei Körperschaften sollen steuerliche Hemmnisse bei der Kapitalausstattung von Unternehmen beseitigt werden. Die geltende Vorschrift zum Verlustabzug bei Körperschaften regelt, dass nicht genutzte Verluste wegfallen, wenn Anteilserwerbe an einer Körperschaft in bestimmter Höhe stattfinden (§ 8c KStG).

Konkret ist geplant, dass Unternehmen, die für ihre Finanzierung auf die Neuaufnahme oder den Wechsel von Anteilseignern angewiesen sind, jetzt nicht genutzte Verluste weiterhin steuerlich berücksichtigen können sollen, sofern sie denselben Geschäftsbetrieb nach einem Anteilseignerwechsel fortführen.

Der Verlustwegfall nach § 8c KStG soll dann nicht eintreten, wenn die Körperschaft im Wesentlichen folgende Bedingungen erfüllt:

  1. Der seit drei Jahren bestehende Geschäftsbetrieb bleibt unverändert.

  2. Die Körperschaft darf sich nicht an einer Mitunternehmerschaft beteiligen.

  3. Die Körperschaft darf kein Organträger sein bzw. werden.

  4. In die Körperschaft dürfen keine Wirtschaftsgüter unterhalb des gemeinen Wertes eingebracht werden.

Werden die Bedingungen nicht mehr erfüllt, entfällt der noch bestehende sog. fortführungsgebundene Verlustvortrag zum Zeitpunkt des Wegfalls der Bedingungen.

Wer profitiert?

Ziel der Neuregelung ist die Beseitigung steuerlicher Hemmnisse bei der Unternehmensfinanzierung durch Neueintritt oder Wechsel von Anteilseignern.

Das betrifft häufig junge Unternehmen, deren Finanzierungsmöglichkeiten mit der Neuregelung erheblich verbessert werden sollen – allerdings ist der Gesetzentwurf nicht auf Startups und innovative Unternehmen beschränkt.

Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

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