Gesellschafter-Geschäftsführer: Darlehenszinsen können Werbungskosten sein

 - 

Zinsen für ein einer GmbH gewährtes und von dem Gesellschafter-Geschäftsführer übernommenes Darlehen sind bei diesem als Werbungskosten abziehbar, wenn die Gesamtwürdigung der Umstände ergibt, dass die Schuldübernahme vorrangig der Sicherung des Arbeitsplatzes diente und erst in zweiter Linie dem Interesse am Erhalt der Beteiligung.

Das ist nach einer Entscheidung des FG Hamburg dann der Fall, wenn

  • die Schuldübernahme Voraussetzung für die Einbringung der Geschäftsanteile an der GmbH in eine AG gegen Gewährung von Aktien ist,

  • keine nennenswerten Dividendenausschüttungen oder Wertsteigerungen der Aktien zu erwarten sind und

  • der ehemalige Gesellschafter-Geschäftsführer an der AG nur zu drei Prozent beteiligt sein soll, er aber auf diese Weise sein sechsstelliges Jahresgehalt sichern kann.

(FG Hamburg vom 5.7.2013, 3 K 218/12 )

Weitere News zum Thema

  • Rentenberater sind Gewerbetreibende

    [] Rentenberater sind nicht freiberuflich tätig, sondern haben gewerbliche Einkünfte. Das entschied der BFH. Aber warum streiten überhaupt so viele Selbstständige darum, als Freiberufler anerkannt zu werden? mehr

  • Verkäufe über die eBay: Steuerfreies Hobby oder Gewerbe?

    [] Handelt eine Person über Jahre in erheblichem Umfang auf eBay mit Gebrauchsgegenständen, die zum Beispiel aus Entrümpelungen und Haushaltsauflösungen stammen, ist die Tätigkeit grundsätzlich als gewerblich einzustufen. Die erzielten Verkaufserlöse sind somit steuerpflichtig. mehr

  • Meldepflicht für elektronische Kassensysteme

    [] Ab dem 1.1.2020 müssen Steuerpflichtige ihr elektronisches Aufzeichnungssystem an die Finanzämter melden. Dafür muss ein amtlicher Vordruck verwendet werden – den es aber noch nicht gibt. mehr

  • Richtsatzsammlung 2018 veröffentlicht

    [] Ein Standardinstrument eines Betriebsprüfers ist der Betriebsvergleich. Dabei wird das steuerliche Ergebnis eines Betriebes mit den Ergebnissen anderer Betriebe der Branche verglichen. Zum Einsatz kommt dabei die amtliche Richtsatzsammlung. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.