Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte 2007: Was ist neu?

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Haben Sie auch schon Ihre neue Lohnsteuerkarte 2007? Jetzt fehlt nur noch der Freibetrag. Ist schon einer auf Ihrer Lohnsteuerkarte 2006 eingetragen, geht das einfacher: Sie müssen statt 6 Seiten nur den zweiseitigen vereinfachten Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ausfüllen, um wieder einen Freibetrag zu erhalten.

Das funktioniert in der Regel problemlos. Haben Sie aber bisher den Freibetrag erhalten, weil Sie einen weiten Weg zur Arbeit fahren und/oder ein häusliches Arbeitszimmer nutzen, fällt der Freibetrag ab 2007 niedriger aus. Dann trifft Sie das jüngste Streichkonzert des Finanzministers bereits mit dem Januargehalt:
  • Die Entfernungspauschale gibt es erst ab dem 21. Entfernungskilometer. Ist Ihr Arbeitsplatz also weniger als 21 km von zu Hause entfernt, können Sie für den Weg zur Arbeit gar keine Werbungskosten mehr geltend machen.
  • Ein Arbeitszimmer ist nur noch dann absetzbar, wenn es Mittelpunkt der gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit ist. Lehrer und viele Richter, die bisher Ihr Arbeitszimmer bis € 1.250,– geltend machten, gehen damit ab 2007 leer aus.
Die Finanzverwaltung hat deshalb in Abschnitt B des vereinfachten Antrags für 2007 zwei neue Zeilen eingefügt, in denen nach den Gründen für den Freibetrag gefragt wird. Zudem sollen Sie angeben, ob und inwieweit die genannten Kürzungen Ihren Freibetrag vermindern.

Beispiel: Fahren Sie jeden Tag mehr als 20 km zur Arbeit, müssen Sie deshalb das Feld „Entfernungspauschale“ ankreuzen und eine Zeile tiefer eintragen, dass sich Ihr Freibetrag um €1380,– verringert (230 Arbeitstage x € 0,30/km x 20 km).

Vielleicht aber lohnt es sich für Sie den sechsseitigen „normalen“ Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung auszufüllen.

Steuertipp
Auch für Kindergartenbeiträge und sonstige Kinderbetreuungskosten sowie Handwerkerrechnungen für Ihren Haushalt können Sie sich jetzt einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen und dadurch Ihr Nettogehalt aufbessern. Was hier alles möglich ist lesen Sie im „Steuer-Spar-Berater".

 

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