BFH: Schuldzinsenabzug bei gemischtem Konto bleibt kompliziert

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Seit dem Steuerbereinigungsgesetz 1999 sind Schuldzinsen, die auf Überentnahmen beruhen, nicht mehr abzugsfähig. Eine Überentnahme liegt vor, wenn die Entnahmen eines Jahres höher sind als die Summe aus Gewinn und Einlagen. Schwierig ist die Berechnung der abziehbaren Schuldzinsen bei vielen Freiberuflern und kleineren Gewerbetreibenden, die sowohl private als auch geschäftliche Zahlungen über ein einziges Girokonto abwickeln. Sie müssen zweistufig vorgehen:

  • In der ersten Stufe wird geklärt, ob die Schuldzinsen auf einen privat veranlassten oder einen betrieblich veranlassten Kredit entfallen. Bei privater Veranlassung dürfen keine Schuldzinsen abgezogen werden.
  • Bei betrieblicher Veranlassung geht es weiter mit Stufe zwei: Jetzt wird geprüft, ob die Schuldzinsen auf einer Überentnahme beruhen. In diesem Fall werden 6% der Überentnahme pauschal als nicht abzugsfähige Schuldzinsen behandelt - wobei Schuldzinsen bis € 2.050 auf jeden Fall abziehbar sind (BFH-Urteile vom 21.9.2005, Az. X R 46/04 und X R 47/03, BFH/NV 2006 S. 180 und 184).

Das Finanzministerium geht in einem ausführlichen Schreiben auf die Problematik ein (BMF-Schreiben vom 17.11.2005, BStBl. 2005 I S. 1019). Das Dokument erhalten Sie hier.

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