Auch Tanzpädagogen zeitgenössischer Tanzformen dürfen in die KSK

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Für künstlerisch tätige Selbstständige ist es vorteilhaft, sich über die Künstlersozialkasse (KSK) sozial versichern zu können. Allerdings müssen Künstler häufig um die attraktive Versicherung kämpfen.

So erging es auch einer Tanzpädagogin, die an mehreren Tanz- und Musikschulen Kurse in Jazzdance, Modern Dance, Hip Hop und Kindertanz gab. Sie wollte sich über die KSK versichern, wurde von dieser jedoch abgelehnt. Denn in der KSK werde nur versichert, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt. Jazztanz, Hip Hop und Kindertanz seien aber als Sport einzuordnen.

Damit hatte die KSK aber keinen Erfolg. Das Bundessozialgericht stufte die Tätigkeit der Tanzpädagogin als künstlerisch ein, weil sie die Fähigkeit zur Präsentation von Bühnentanz vermittelt und nicht das Training der sportlichen Fitness im Vordergrund steht. Die Tanzpädagogin muss damit über die KSK versichert werden (BSG, Urteil vom 25.11.2015, B 3 KS 3/14 R).

Hintergrund: Versicherung in der Künstlersozialkasse

Über die Künstlersozialversicherung werden selbstständige Künstler und Publizisten als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen, d.h. sie sind sozialversichert.

Voraussetzung ist, dass die selbstständigen Künstler und Publizisten eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit auf Dauer erwerbsmäßig ausüben. Sie tragen dann wie abhängig beschäftigte Arbeitnehmer die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge, während die andere Beitragshälfte durch einen Bundeszuschuss und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten, finanziert wird.

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