Arbeitgeber: Umlage U2 beim Minijob sinkt zum 1.6.2019

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Der Umlagesatz zur Umlage für Mutterschaftsaufwendungen (U2) sinkt zum 1.6.2019 von 0,24% auf 0,19% des Arbeitslohns. Die Erstattung bleibt bei 100%.

Bei einem Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft haben Mini-Jobberinnen Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitslohns. Als Arbeitgeber bekommen Sie diese Kosten von der Knappschaft-Bahn-See erstattet, den Erstattungsantrag übermitteln Sie maschinell über Ihr Abrechnungsprogramm oder die Ausfüllhilfe sv.net.

Weitere Informationen zur Umlage U2 finden Sie auf der Internetseite arbeitgeberversicherung.de

Hintergrund: Neben dem Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung und zur Rentenversicherung müssen Sie als Arbeitgeber noch verschiedene kleinere Umlagen sowie Beiträge zur Unfallversicherung zahlen, durch die die Absicherung Ihrer Arbeitnehmer bei Krankheit, bei Mutterschaft, bei Insolvenz des Arbeitgebers und bei Unfällen finanziert wird. Für Kleinbetriebe mit bis zu 30 Beschäftigten gibt es eine Art Versicherung für gesetzliche Lohnfortzahlungsansprüche aufgrund von Krankheit und Mutterschaft, das sogenannte Ausgleichsverfahren mit den Umlagen U1 und U2.

Für Mutterschaftsaufwendungen müssen Sie die Umlage U2 abführen – und zwar auch für männliche Minijobber!

An welche Stellen müssen Sie die Umlagen abführen?

Die Umlagen U1 (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall), U2 (Mutterschaftsaufwendungen) und U3 (Insolvenzgeld) sind an die Minijob-Zentrale abzuführen.

Für den Pflichtbeitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung ist ausnahmsweise nicht die Minijob-Zentrale zuständig: Nach Ablauf des Jahres müssen Sie den Arbeitslohn aus dem Minijob an die zuständige Berufsgenossenschaft melden, die dann den Beitrag dafür festsetzt. Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Spitzenverbands der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (www.dguv.de). Die Beitragssätze schwanken sehr stark je nach Branche, sie liegen durchschnittlich zwischen 1 % und 2 % des Arbeitslohns. Den Beitrag trägt der Arbeitgeber allein.

Achten Sie bei der gesetzlichen Unfallversicherung darauf, dass der Minijobber der richtigen Gefahrentarifstelle zugeordnet wird!

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