Acht Jahre Verlust muss nicht Liebhaberei heißen

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Wer neben seinem Job als Arbeitnehmer in einem anderen Bundesland an Wochenenden und im Urlaub im gleichen Berufszweig selbstständig tätig ist, dem darf dieser Nebenerwerb vom Finanzamt auch über mehrere Jahre mit Verlust nicht als "Liebhaberei" werden.

Das entschied das FG Berlin-Brandenburg im Fall eines Dachdeckers, der zunächst hauptsächlich im Verwandten- und Bekanntenkreis als selbstständiger Dachdecker gearbeitet hatte.

Wegen seines nicht gerade üppigen Lohnes aus seiner unselbstständigen Beschäftigung habe er ohnehin nur geringe steuerliche Vorteile aus den Verlusten als Selbstständiger erwirtschaftet, erkannten die Richter.

Zudem war der Dachdecker hier inzwischen mit seiner Selbstständigkeit aus den roten Zahlen gekommen – was das Finanzgericht endgültig zu der Meinung kommen ließ, dass hier keine Liebhaberei vorliegt (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.12.2016, Az. 9 K 9193/15).

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