2016: Künstlersozialabgabe bleibt bei 5,2 Prozent

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Die Künstlersozialabgabe-Verordnung 2016 sieht vor, dass der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung im Jahr 2016 stabil bei 5,2 Prozent bleibt.

Intensivere Prüfungen der Deutschen Rentenversicherung und der Künstlersozialkasse bei den Arbeitgebern, erklärte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) dazu, sorgten für eine gerechte Lastenverteilung zwischen den Unternehmen und so für eine solide Finanzbasis der Künstlersozialkasse.

Wer muss die Künstlersozialabgabe zahlen?

Der Begriff Künstler ist sehr weit gefasst. Die Zwangsabgabe wird z. B. fällig, wenn selbstständige Grafiker, Texter oder Webdesigner beauftragt werden. Mit der Künstlersozialabgabe bezahlen die Auftraggeber eine Art Arbeitgeberanteil zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung der beauftragten Künstler.

Die Künstlersozialabgabe wird nicht nur bei der Beauftragung von Einzelunternehmer fällig: Wird eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR oder BGB-Gesellschaft), eine OHG oder eine Partnerschaftsgesellschaft beauftragt, muss ebenfalls die Künstlersozialabgabe abgeführt werden.

Nicht abgabepflichtig sind dagegen Aufträge, die an eine GmbH, GmbH & Co. KG oder eine Limited vergeben werden.

Zudem gilt seit 2015 eine Bagatellgrenze: Wenn die Auftragssumme 450 € im Kalenderjahr nicht übersteigt, müssen keine Abgaben bezahlt werden.

Wer ist in der Künstlersozialversicherung versichert?

Über die Künstlersozialversicherung werden zurzeit rund 180.000 selbständige Künstler und Publizisten als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen.

Die selbständigen Künstler und Publizisten tragen, wie abhängig beschäftigte Arbeitnehmer, die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20 Prozent) und durch die Künstlersozialabgabe der Unternehmen (30 Prozent), die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten, finanziert.

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