10 wichtige Urteile aus 2015 für Selbstständige und Freiberufler

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Wir haben im Archiv gewühlt und hier die wichtigsten Steuer-Urteile aus 2015 für Selbstständige und Freiberufler zusammengefasst: Von A wie Arbeitszimmer bis Z wie Zeitreihenvergleich.

Arbeitszimmer: BFH kennt kein Erbarmen

Der BFH bestätigt die strengen Regeln zur Absetzbarkeit eines häuslichen Arbeitszimmers und erkennt für nur teilweise beruflich genutzte Arbeitszimmer keine Betriebsausgaben an. Damit gilt weiter: Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer können nur dann als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn das Zimmer nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird (BFH-Beschluss vom 27.7.2015, GrS 1/14 ).

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Ein Fahrtenbuch darf kein Hörbuch sein

Ein Fahrtenbuch darf nicht mittels eines Diktiergerätes geführt werden, entschied das FG Köln. Auch dann nicht, wenn die Angaben regelmäßig in eine Excel-Tabelle übernommen werden: Erstens darf ein Fahrtenbuch nicht als Hörbuch geführt werden, und zweitens ist auch Excel kein geeignetes Mittel für ein Fahrtenbuch – die Manipulationsmöglichkeiten sind zu groß (Urteil vom 18.6.2015, 10 K 33/15).

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Firmenwagen: keine Kosten, keine Betriebsausgaben

Ein Arbeitnehmer, der einen ihm von seinem Arbeitgeber überlassenen Pkw auch für seine selbstständige Tätigkeit nutzen darf, kann keine Betriebsausgaben für den Pkw abziehen, wenn der Arbeitgeber sämtliche Kosten des Pkw getragen hat und die private Nutzungsüberlassung nach der Ein-Prozent-Regelung versteuert worden ist (BFH-Urteil vom 16.7.2015, III R 33/14 ).

Gewerbesteuer: Abzugsverbot ist verfassungsgemäß

Das Verbot, die Gewerbesteuerlast bei der Ermittlung des Gewinns einer Personengesellschaft zu berücksichtigen, ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Das entschied der BFH (Urteil vom 10.9.2015, IV R 8/13).

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Elektronische Steuererklärung auch bei niedrigem Gewinn Pflicht

Ein Steuerpflichtiger, der Gewinneinkünfte erzielt, muss seine Steuererklärung auch dann in elektronischer Form beim Finanzamt einreichen, wenn er sein Gewinn nur 500 € beträgt (FG Rheinland-Pfalz vom 15.7.2015, 1 K 2204/13 ).

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So bekommen Selbstständige mehr Elterngeld

Für die Berechnung des Elterngeldes ist auch bei Selbstständigen das Einkommen vor der Geburt die Basis. Dieses ergibt sich bei Selbstständigen aus dem letzten Veranlagungszeitraum vor der Geburt. Was aber, wenn die oder der Selbstständige im letzten Veranlagungszeitraum keinen oder nur einen sehr geringen Gewinn hatte, in den Monaten vor der Geburt des Kindes das Einkommen allerdings wesentlich höher war? (LSG Niedersachsen, Urteil vom 25.2.2015, L 2 EG 4/14 )

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Betriebsübergabe: Beratungskosten sind keine Betriebsausgaben

Gerade für Familiengesellschaften ist es im Interesse aller Beteiligten, das Rechtsberatungs-, Steuerberatungs- und Beurkundungskosten bei einer Betriebsübergabe als Betriebsausgabe der Gesellschaft behandelt werden. Leider macht der BFH da nicht mit (Urteil vom 16.4.2015, IV R 44/12).

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Verzögerungsgeld darf nicht vorschnell festgesetzt werden

Wenn der Betriebsprüfer weitere Unterlagen fordert und Sie sich dabei zu lange Zeit lassen, kann ein Verzögerungsgeld von 2.500 € fällig werden. Aber nicht in jedem Fall (FG Saarland vom 28.1.2015, 1 K 1102/13 ).

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Vorsteuerabzugsberechtigung vor Gründung einer Ein-Mann-GmbH

Eine Einzelperson, die ernsthaft die Absicht habe, eine Ein-Mann-Kapitalgesellschaft zu gründen und mit dieser umsatzsteuerpflichtige Umsätze zu erzielen, ist vor Gründung der Gesellschaft zum Vorsteuerabzug berechtigt. Das entschied das FG Düsseldorf (Urteil vom 30.1.2015, 1 K 1523/14 U).

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Zeitreihenvergleich nur unter Einschränkungen zulässig

Der Zeitreihenvergleich wird von der Finanzverwaltung im Rahmen von Außenprüfungen insbesondere bei Gastronomiebetrieben gerne angewendet. Jetzt landete die Methode vor dem BFH (Urteil vom 25.3.2015, X R 20/13).

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