Gewillkürtes Betriebsvermögen: Nachweis der betrieblichen Nutzung

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Wenn Sie Ihr Fahrzeug zu mindestens 10% und höchstens 50% betrieblich nutzen, dürfen Sie es dem gewillkürten Betriebsvermögen zuordnen. Den Privatanteil berechnen Sie nach den auf die private Nutzung entfallenden tatsächlichen Kosten. Was bedeutet das?

Für die Ermittlung des Privatanteils ist kein Fahrtenbuch erforderlich - formlose Aufzeichnungen genügen. Die Finanzverwaltung erwartet dabei jedoch, dass Sie den Umfang der betrieblichen Nutzung "in geeigneter Form darlegen und glaubhaft machen."

Mit diesen Aufzeichnungen weisen Sie den Umfang der betrieblichen Nutzung nach:

  • Eintragungen in Terminkalendern,
  • Abrechnung gefahrener Kilometer gegenüber den Auftraggebern,
  • Reisekostenaufstellungen
  • sowie andere Abrechnungsunterlagen.

Ihnen liegen keine entsprechenden Unterlagen vor? Dann können Sie die überwiegende betriebliche Nutzung durch formlose und zeitnahe Aufzeichnungen über einen repräsentativen zusammenhängenden Zeitraum glaubhaft machen. In der Regel reichen Aufzeichnungen über einen Zeitraum von drei Monaten aus. Notieren Sie jeweils Anlass und zurückgelegte Strecke der betrieblichen Fahrt und die Kilometerstände zu Beginn und Ende des Aufzeichnungszeitraumes - mehr ist nicht erforderlich. Sie müssen also nicht drei Monate lang ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch führen (FG München, Urteil vom 9.3.2009, Az. 6 K 4619/06).

Übrigens: Die Versteuerung des Privatanteils mittels der 1%-Methode ist bei Fahrzeugen, die zum gewillkürten Betriebsvermögen gehören, nicht erlaubt!

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