Fahrtenbuch: Kleine Fehler schaden nicht

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Wer seinen Firmenwagen nur wenig privat nutzt, fährt mit der Fahrtenbuchmethode steuerlich besser als mit der 1%-Regelung. Ärgerlich wird es, wenn das Finanzamt doch die 1%-Regelung ansetzt, weil das Fahrtenbuch wegen kleinerer Mängel nicht ordnungsgemäß sei.

Dann sind Sie klar im Vorteil, wenn Sie das neue Urteil des Bundesfinanzhofs kennen.

Kleinere Mängel führen nicht dazu, dass ein Fahrtenbuch verworfen wird und deshalb zwingend die pauschale 1%-Regelung angesetzt werden muss, so der BFH. Bedingung: Die Angaben im Fahrtenbuch müssen insgesamt plausibel sein. Maßgeblich ist, ob trotz der Mängel noch eine hinreichende Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben ist. Der Nachweis des zu versteuernden Privatanteils an der Gesamtfahrleistung des Dienstwagens muss möglich sein.

Im entschiedenen Fall wies das Fahrtenbuch

  • im Jahr 2000 einen Mangel auf: eine Fahrt, für die eine Tankrechnung vorliegt, wurde nicht aufgezeichnet.
  • im Jahr 2002 bestand in zwei Fällen zwischen den Kilometerangaben laut Fahrtenbuch und den Werkstattrechnungen keine genaue Übereinstimmung.

Trotz dieser kleineren Mängel wurde das Fahrtenbuch anerkannt (BFH-Urteil vom 10. 4. 2008, VI R 38/06).

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