Fahrtenbuch immer ordentlich führen!

 - 

Wenn die Angaben in einem Fahrtenbuch nicht mit Werkstattrechnungen und Kraftstoffbelegen übereinstimmen, erkennt das Finanzamt das Fahrtenbuch nicht an. Das wird teuer.

Das musste auch eine Unternehmerin lernen, die bei einer Betriebsprüfung Fahrtenbücher vorlegte, wonach sämtliche Fahrten der Transporter ihres Unternehmens als betrieblich ausgewiesen wurden. Ein Abgleich der Aufzeichnungen mit Werkstattrechnungen und Kraftstoffbelegen ergab zahlreiche Unstimmigkeiten. Die Betriebsprüferin ging daher von einer privaten Mitbenutzung der Transporter aus und ermittelte jeweils eine Nutzungsentnahme nach der 1 %-Methode.

Die Fahrzeuge waren zwar als Acht-Sitzer oder Neun-Sitzer ausgeliefert worden, die Sitze im Innenraum waren jedoch nicht montiert worden, um den Transport von Bauteilen zu ermöglichen – das Unternehmen liefert und montiert Duschanlagen. Die Betriebsprüferin ging davon aus, dass es sich bei den jeweiligen Transportern nicht um sogenannte Werkstattwagen handelte: Selbst wenn die hinteren Sitzreihen bei den Fahrzeugen jeweils ausgebaut gewesen sein sollten, um den Transport von langen Gegenständen zu ermöglichen, hätten diese jederzeit wieder montiert werden können. Auch seien die Fahrzeuge jedenfalls zur Beförderung von mindestens zwei Personen auf den vorderen Sitzen geeignet gewesen (BFH-Beschluss vom 1.12.2015, X B 29/15 ).

Achten Sie also bei Fahrtenbuch immer sorgfältig darauf, dass die Angaben stimmig sind! Das Fahrtenbuch muss lückenlos, zeitnah und in geschlossener Form geführt werden. Hier erklären wir Ihnen, welche Angaben bei welchen Fahrten erforderlich sind. Und Sie erfahren, wie ein Finanzbeamter Ihr Fahrtenbuch überprüfen kann, etwa durch den Abgleich mit Tankquittungen, Reisekostenbelegen, Werkstattrechnungen oder einem Routenplaner.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.