Erstattung der Kaskoversicherung nach Diebstahl des Betriebs-Pkw

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Wird ein Betriebs-Pkw aus der Garage gestohlen, so ist die Erstattung der Kaskoversicherung in voller Höhe als Betriebseinnahme zu versteuern und nicht nur anteilig entsprechend der betrieblichen Nutzung.

Einem selbstständigen Rechtsanwalt wurde der erst wenige Monate zuvor gekaufte neue Betriebs-Pkw im März 2001 aus der Privatgarage gestohlen. Die Kaskoversicherung erstattete ihm aufgrund des Diebstahls 144.010 DM. Der Anwalt wollte jedoch nicht den Gesamtbetrag als Betriebseinnahme versteuern. Er machte geltend, dass er das Fahrzeug zu 31,86% privat genutzt habe. Deshalb seien auch 31,86% der Versicherungsleistung und damit ein Betrag von 45.881 DM der Privatsphäre zuzurechnen und nicht als Betriebseinnahme zu versteuern.

Nach Finanzamt und Finanzgericht lehnte es auch der BFH ab, diesem Vorschlag zu folgen. Da die Ersatzleistung der Kaskoversicherung die Einbuße im Betriebsvermögen ausgleicht, muss sie in voller Höhe als Betriebseinnahme versteuert werden. Der Umfang der privaten Nutzung des Fahrzeugs spielt dabei keine Rolle (BFH, Urteil vom 13.5.2009, Az. VIII R 57/07, DStRE 2010 S. 331).

Auf der anderen Seite ist der Restbuchwert des Pkw als Betriebsausgabe zu berücksichtigen. Denn durch das Abstellen in der privaten Garage ist der betriebliche Nutzungszusammenhang nicht unterbrochen worden. Dieser Punkt war jedoch nicht Gegenstand des Urteils.

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