Betriebs-Pkw: Mit der 1%-Regelung werden Fahrten für andere Einkünfte nicht abgegolten!

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Ein selbstständiger Gastwirt nutzte seinen Betriebs-Pkw auch für die Fahrten zu seiner Arbeitsstelle als Prokurist. Diese Fahrten machten immerhin 48,8% der Gesamtfahrleistung aus. Die Privatnutzung besteuerte er nach der 1%-Regelung. Ein findiger Betriebsprüfer kam auf die Idee, für diese Fahrten einen zusätzlichen hohen Privatanteil zu versteuern. Begründung: Die Fahrten im Zusammenhang mit Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit seien mit der pauschalen 1%-Regelung nicht abgegolten.

Das Finanzgericht dagegen hielt sich an den Gesetzeswortlaut und gab dem Gastwirt mit seiner Klage recht. Er musste keinen zusätzlichen Privatanteil versteuern und durfte auch für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstelle die Entfernungspauschale geltend machen.

Der BFH hat leider anders entschieden (Urteil vom 26.4. 2006, Az. X R 35/05). Seiner Ansicht nach ist die Nutzung des Betriebs-Pkw für andere Einkünfte durch die Besteuerung nach der 1%-Methode nicht mit abgegolten. Sie muss also durch einen zusätzlichen Privatanteil in Höhe der darauf entfallenden Kosten erfasst werden. Die Finanzverwaltung hat zu diesem neuen Urteil noch nicht Stellung genommen.


Weitere Informationen zum Thema »Pkw-Kosten« finden Sie im »Steuer-Spar-Berater business«.

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