1%-Regelung gilt für jeden privat genutzten Pkw

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Die 1%-Regelung wird auch dann auf jedes von einem Unternehmer privat genutzte Fahrzeug angewendet, wenn der Unternehmer selbst verschiedene Fahrzeuge zu Privatfahrten nutzt. Das geht aus einem Urteil des BFH hervor.

Für die Ermittlung des Privatanteils bei einem Betriebs-Pkw gibt es zwei Methoden: Entweder wird ein Fahrtenbuch geführt, oder es wird die pauschale 1%-Methode angewendet.

Fraglich war bisher, ob die Regelung auf alle zum Betriebsvermögen gehörenden Kraftfahrzeuge einzeln, also mehrfach, anzuwenden ist, wenn nur eine Person die Fahrzeuge auch privat nutzt. Die Finanzverwaltung wendet in solchen Fällen die 1%-Regelung nur einmal an, und zwar für das Fahrzeug mit dem höchsten Listenpreis.

Im jetzt entschiedenen Fall hatte ein Unternehmensberater geklagt, der mehrere Kraftfahrzeuge in seinem Betriebsvermögen hielt und diese auch privat nutzte. Seine Ehefrau hatte an Eides Statt versichert, nur ihr eigenes Fahrzeug zu nutzen; Kinder, die ebenfalls einen der Pkw hätten nutzen können, waren nicht vorhanden. Entgegen der Verwaltungsanweisung hatte das Finanzamt die 1%-Regelung mehrfach angewendet. Die dagegen gerichtete Klage des Unternehmensberaters hatte keinen Erfolg. Er muss weiterhin für alle Fahrzeuge einen Privatanteil versteuern (BFH, Urteil vom 9.3.2010, Az. VIII R 24/08).

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