Kleinunternehmer
Umsatz - Rechnungen - Verzicht

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Kleinunternehmer

Unternehmern mit geringen Einnahmen soll kein übermäßiger bürokratischer Aufwand entstehen. Deshalb hat der Gesetzgeber unter anderem die Kleinunternehmer-Regelung ins Leben gerufen. Der Kleinunternehmer-Status ist an die Höhe des Umsatzes gekoppelt:
  • Vorjahresumsatz von höchstens 17.500 Euro und
  • geschätzter Umsatz im laufenden Jahr maximal 50.000 Euro.

Kleinunternehmer stellen ihren Kunden keine Umsatzsteuer in Rechnung und zahlen keine Umsatzsteuer an das Finanzamt. Im Gegenzug dürfen sie aber auch keine Vorsteuer abziehen.

Der Verzicht auf den Kleinunternehmer-Status ist möglich. Die Entscheidung für oder gegen den Kleinunternehmer-Status sollte aber nicht überstürzt getroffen werden. Die Vor- und Nachteile sind gegeneinander abzuwägen:
  • Für die Kleinunternehmer-Regelung spricht insbesondere der Wettbewerbsvorteil bei Verkäufen an Privatpersonen und Unternehmer, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Dazu kommt der geringere bürokratische Aufwand.
  • Von Nachteil ist der Kleinunternehmer-Status vor allem dann, wenn hohe, mit Umsatzsteuer belastete Ausgaben anfallen und größere betriebliche Investitionen getätigt werden.

Verzichten Sie auf die Kleinunternehmer-Regelung, unterliegen Ihre Leistungen der Regelbesteuerung. Sie müssen dann Umsatzsteuer ausweisen und an das Finanzamt abführen, dürfen aber auch Vorsteuer abziehen.

Wichtig: Verzichten Sie auf die Kleinunternehmer-Regelung, bleiben Sie mindestens fünf Jahre an Ihre Entscheidung gebunden. Die fünfjährige Bindungsfrist sollten Sie unbedingt berücksichtigen, wenn Sie freiwillig vom Kleinunternehmer-Status zur Regelbesteuerung wechseln.