Kurberaterin ist nicht freiberuflich tätig

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Eine Kurberaterin übt keine einem Rechtsanwalt ähnliche Berufstätigkeit aus. Die Einkünfte aus einer solchen Beratung sind also gewerblicher Natur, entschied der BFH.

Im Streitfall war die Klägerin der Auffassung gewesen, ihre Einkünfte aus einer Beratung für Mutter-Kind-Kuren seien solche aus selbstständiger Arbeit.

Der BFH lehnt dies ab: Insbesondere sei die Berufstätigkeit der Klägerin nicht der eines Rechtsanwalts ähnlich, weil es ihr an einer vergleichbaren umfassenden juristischen Vorbildung und der Ablegung der zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufs erforderlichen Staatsprüfungen fehle, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Setze der Vergleichsberuf eine qualifizierte Ausbildung voraus, müsse derjenige, der die Ausübung eines ähnlichen Berufs behaupte, über eine vergleichbare Ausbildung verfügen. Die Fachkenntnisse der Klägerin und die von ihr geleistete Beratung nur in einem Teil des Sozialrechts schafften aber keine vergleichbare, dem freien Beruf des Rechtsanwalts ähnliche Qualifikation (BFH, Beschluss vom 7.9.2010, Az. VIII B 23/10).

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