Exklusiv für Abonnenten: Urteils-Übersicht zur Abgrenzung von freiberuflichen und gewerblichen Einkünften

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Immer wieder geraten Selbstständige und Finanzbeamte aneinander, wenn es darum geht, festzustellen, ob im konkreten Fall Einkünfte aus selbstständiger freiberuflicher Arbeit erzielt werden. Die Vorteile: Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer, dürfen ihren Gewinn immer über die EÜR ermitteln und profitieren bei der Umsatzsteuer stets von der Istbesteuerung.

Die Unterschiede zwischen Freiberuflern und Gewerbetreibenden sind heute längst nicht mehr so klar wie früher. Trotz zum Teil heftiger Kritik unterscheiden Finanzverwaltung und Rechtsprechung aber weiterhin zwischen den beiden Selbstständigengruppen. Von daher sollten Sie die Zuordnungskriterien genau kennen, wenn Sie vom Finanzamt als Freiberufler anerkannt werden möchten.

Wenn Sie gegenüber dem Finanzamt Einkünfte aus freiberuflicher Arbeit durchsetzen wollen, kann Ihnen unsere Aufstellung eine wertvolle Argumentationshilfe bieten. Die Liste enthält sowohl rechtskräftige als auch anhängige Finanzgerichtsurteile, in denen es um die Abgrenzung freiberuflicher von gewerblichen Tätigkeiten geht. Zusätzlich enthält die Aufstellung Angaben über von der Finanzverwaltung veröffentlichte Schreiben/Verfügungen, die sich mit der steuerlichen Zuordnung beruflicher Tätigkeiten zu einer Einkunftsart befassen.

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Falls eine Tätigkeit als gewerblich eingestuft ist, dann denken Sie bitte daran, dass manchmal schon kleine Abweichungen ausreichen, um zu einem anderen steuerlichen Ergebnis zu gelangen. Ein Urteil gilt immer nur für den Einzelfall, und zwar genau für diesen Fall.

Nützliche Informationen zur Abgrenzungsthematik finden Sie auch auf der Webseite des Bundesfinanzhofs (www.bundesfinanzhof.de). Hier können Sie alle seit 2001 veröffentlichten BFH-Urteile sowie Angaben über noch anhängige Verfahren kostenlos abrufen.

Oft wird übersehen, dass zumindest Gewerbetreibende, die ein kleines Unternehmen führen, dieselben steuerlichen Vorzüge genießen. Sie sollten daher nicht in Weltuntergangsstimmung verfallen, wenn das Finanzamt Ihre Einkünfte als gewerblich einstuft. Auch mit dem Status eines Gewerbetreibenden lässt es sich gut leben.

 

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