Bank-Vorstandsmitglied kann nicht gleichzeitig Steuerberater sein

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Wer als Vorstandsmitglied einer Bank tätig ist, darf nicht zugleich als Steuerberater tätig sein. In einem solchen Fall könne nicht ausgeschlossen werden, dass Steuerberaterpflichten verletzt würden, entschied das FG Niedersachsen.

Das gelte insbesondere dann, wenn das Vorstandsmitglied als Steuerberater Personen beraten würde, die zugleich Kunden der von ihm vertretenen Bank seien. Dann sei ein Interessenkonflikt zwischen der Pflicht zur Unabhängigkeit einerseits und zur Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen der Bank andererseits programmiert, urteilten die Richter.

Selbst wenn das Vorstandsmitglied aber nur für seine Bank oder für mit ihr verbundene Unternehmen als Steuerberater tätig sei, würde sich nach Ansicht der Richter ein Interessenkonflikt zwischen seiner Verpflichtung zur unabhängigen, eigenverantwortlichen und unparteilichen Ausübung des Berufs als Steuerberater sowie seiner sich aus seinem Dienstvertrag ergebenden Verpflichtung, die Beschlüsse der Generalversammlung, des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates zu beachten, ergeben (FG Niedersachsen, Urteil vom 24.6.2010, Az. 6 K 349/09, nicht rechtskräftig).

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