Aufbewahrungspflicht: Das kann am 1.1.2010 in den Reißwolf

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§ 147 AO verpflichtet Unternehmer, bestimmte Unterlagen über einen bestimmten Zeitraum hinweg aufzubewahren. Grundsätzlich werden dabei Fristen von sechs und zehn Jahren unterschieden. Was dürfen Sie im Januar entsorgen?

 

Vorsicht! Im Einzelfall können Aufbewahrungsfristen deutlich länger sein. Denn solange der Steuerbescheid für das betreffende Jahr nicht bestandskräftig und somit noch änderbar ist, müssen Sie alle steuerlich relevanten Unterlagen aufheben.

 

Vorausgesetzt, Ihre Steuerbescheide für die entsprechenden Jahre sind bestandskräftig, können Sie am 1.1.2010 folgende Unterlagen vernichten:

aus dem Jahr 1999:

  • Abschreibungsunterlagen
  • Änderungsnachweise der EDV-Buchführung
  • Buchungsbelege, wie zB
    Abrechnungsunterlagen
    Aktenvermerke
    Außendienstabrechnungen
    Bewirtungsrechnungen
    Essensmarkenabrechnungen
    Unterlagen über Fahrtkostenerstattungen
    Lieferscheine
  • Lohnbelege
  • Ausgangsrechnungen
  • Bankbelege
  • Doppel von Rechnungen
  • Eingangsrechnungen
  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung
  • Gehaltslisten
  • Journale für Hauptbuch und Kontokorrent
  • Kassenberichte
  • Kassenbücher und -blätter
  • Kontenpläne und Kontenplanänderungen
  • Kontoauszüge
  • Lohnlisten
  • Quittungen
  • Rechnungen
  • Reisekostenabrechnungen
  • Steuerunterlagen und Steuererklärungen
  • Überweisungsbelege
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen
  • Wareneingangs- und -ausgangsbücher

aus dem Jahr 2003

  • Angebote, die zu einem Auftrag geführt haben
  • Bestell- und Auftragsunterlagen
  • Betriebsprüfungsberichte
  • Frachtbriefe
  • Geschäftsbriefe, die nicht Rechnungen und Gutschriften sind
  • Nachweise über Geschenke
  • Unterlagen bzgl. der Investitionszulage
  • Kassenzettel
  • Mahnungen und Mahnbescheide
  • Preislisten
  • Überstundenlisten
  • Versand- und Frachtunterlagen

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