Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: niedrigere Beiträge

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Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung sinkt ab dem 1.1.2009 auf 2,8%. Selbstständige, die sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichert haben, zahlen in den alten Bundesländern jetzt 17,64 Euro pro Monat, in den neuen Bundesländern 14,95 Euro.

Die Beiträge trägt der Selbstständige allein (§ 349a SGB III). Eine Aufteilung in einen (fiktiven) Arbeitgeberanteil und einen Arbeitnehmeranteil gibt es nicht.

  alte Bundesländer neue Bundesländer
monatliche Bezugsgröße 2009 2.520 Euro 2.135 Euro
Beitragsbemessungsgrundlage
(25% der Bezugsgröße)
630 Euro 533,75 Euro
monatlicher Beitrag
(2,8% der Bemessungsgrundlage)
17,64 Euro 14,95 Euro

Wichtig: Die Beiträge sind direkt an die Bundesagentur für Arbeit zu zahlen. Die Krankenkasse als Einzugsstelle für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag ist hier nicht zuständig!

Hintergrund:

Wer eine selbstständige Tätigkeit aufnimmt oder ausübt, kann ein Versicherungspflichtverhältnis eingehen (§ 28a Abs. 1 Nr. 2 SGB III). Betroffen sind also alle Selbstständigen. Ob sie freiberuflich oder gewerblich tätig sind, spielt keine Rolle.

Voraussetzungen für Ihren Antrag:

  • Sie müssen mindestens 15 Stunden pro Woche selbstständig tätig sein.
  • Innerhalb der letzten 24 Monate vor Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit standen sie mindestens 12 Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis (Vorversicherungszeit). Einzelne kürzere Beschäftigungen dürfen dabei zusammengerechnet werden. Oder sie haben während dieser Zeit Entgeltersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld I, Krankengeld, Mutterschaftsgeld) bezogen.

Die "Versicherungspflicht auf Antrag" in der Arbeitslosenversicherung setzt immer voraus, dass sich die selbstständige Tätigkeit unmittelbar an eine Beschäftigung als Arbeitnehmer anschließt (oder dass vor der selbstständigen Tätigkeit eine Entgeltersatzleistung bezogen wurde). Daher spricht man auch von einer Weiterversicherung. "Unmittelbar" bedeutet dabei eine Lücke von höchstens einem Monat.

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