Ärzte: gewerbliche Einkünfte durch angestellten Arzt?

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Beschäftigt ein niedergelassener Arzt einen anderen Arzt, so erzielt er nur dann Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit, wenn er selbst weiterhin leitend und eigenverantwortlich tätig ist.

Das setzt voraus, dass er sich um die praktische Arbeit des angestellten Arztes kümmert, also seine Diagnose und Therapie nachweisbar zur Kenntnis nimmt und überprüft. Entscheidet dagegen der angestellte Arzt allein und eigenverantwortlich über die medizinische Versorgung von Patienten, so liegen beim Arbeitgeber Einkünfte aus Gewerbebetrieb vor.

Vor allem wenn ein fachfremder Arzt eingestellt wird legt das für die Finanzverwaltung die Vermutung nahe, dass der Arbeitgeber nicht eigenverantwortlich tätig ist und deshalb gewerbliche Einkünfte erzielt (OFD Frankfurt, Verfügung vom 16.6.2008). Stellt beispielsweise ein Chirurg einen Narkosearzt an, kann das zu Nachfragen des Finanzamts führen.

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