Überentnahmen: Kurzfristige Einlage nicht erlaubt

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Wenn Sie mehr aus dem Betriebsvermögen entnehmen, als Ihrem Betrieb zuvor durch Einlagen und Gewinne zugeführt worden ist, spricht man von einer Überentnahme. Für Schuldzinsen gilt dann: Soweit sie auf Überentnahmen beruhen, dürfen sie nicht abgezogen werden.

Ein selbstständiger Arzt wollte dies vermeiden und lieh sich bei der Bank jeweils zum Ende des Jahres und nur für wenige Tage hohe Geldbeträge, die er dann auf ein betriebliches Konto einzahlte.

Der BFH entschied, dass es sich bei den Einzahlungen zwar um Einlagen handelt. Das Vorgehen des Arztes stellt jedoch einen Gestaltungsmissbrauch dar, was dazu führt, dass die hohen Einzahlungen bei der Besteuerung nicht berücksichtigt werden. Denn, so die Richter, die Einlagen seien für den Betrieb wirtschaftlich ohne Bedeutung gewesen und sollten nur die persönliche Steuer mindern. Zudem werde das Ziel des Gesetzgebers, den Schuldzinsenabzug zu begrenzen, vollständig unterlaufen (BFH-Urteil vom 21.8.2012, VIII R 32/09 ).

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