Rechtsanwalt auf (beruflichen) Abwegen

 - 

Die Übernahme einer Bürgschaft ist "der freiberuflichen Betätigung wesensfremd". Folge: Die Übernahme kann weder zu notwendigem Betriebsvermögen noch zu Betriebsausgaben führen.

Das bestätigte das FG Baden-Württemberg einem Rechtsanwalt, der als atypisch Stiller an einer GmbH beteiligt war, die zwei gastronomische Betriebe unterhielt. Der Betrieb einer Gaststätte habe mit der freiberuflichen Tätigkeit eines Rechtsanwalts nichts zu tun, erklärten die Richter dem Teilzeit-Kneipier.

Er wolle mit der Beteiligung Mandate für seine freiberufliche Tätigkeit akquirieren, hielt der Rechtsanwalt dagegen - musste sich jedoch von seinen Rechts-Kollegen belehren lassen: Auch dieses Ziel schafft keinen ausreichend engen Zusammenhang, um die Beteiligung zum notwendigen Betriebsvermögen zu machen (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 29.1.2008, Az. 4 K 281/04).

Weitere News zum Thema

  • Bescheidkorrektur bei übersehenen Betriebsausgaben

    [] Wenn ein Selbstständiger erst nach Jahren bemerkt, dass er versehentlich Betriebsausgaben nicht geltend gemacht hat, kann er manchmal eine Korrektur des bereits bestandskräftigen Steuerbescheids erreichen, wie ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs zeigt. mehr

  • Überentnahmen: Kurzfristige Einlage nicht erlaubt

    [] Wenn Sie mehr aus dem Betriebsvermögen entnehmen, als Ihrem Betrieb zuvor durch Einlagen und Gewinne zugeführt worden ist, spricht man von einer Überentnahme. Für Schuldzinsen gilt dann: Soweit sie auf Überentnahmen beruhen, dürfen sie nicht abgezogen werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.