Keine Rundfunkgebühr bei steuerlicher "Liebhaberei"

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Die Rundfunkgebühr ist vielen ein Dorn im Auge. Zwar fällt für ein Zweitgerät keine Gebühr mehr an - sobald Sie aber zum Beispiel Ihr Auto auch für berufliche Zwecke nutzen, greift die GEZ zu.

Da haben Sie endlich einmal Glück, wenn das Finanzamt Ihren Betrieb als ein aus Liebhaberei - ohne Gewinnerzeilungsabsicht - geführtes Gewerbe einstuft!

So musste dann auch ein Hobby-Imker keine Rundfunkgebühr für sein Auto bezahlen. Das war nämlich die Vorstellung des Südwestrundfunks. Argument: Der Mann nutze sein Fahrzeug (auch) für seine Imkerei. Die führte der Imker jedoch nur als Hobby - was ihm sein Finanzamt bestätigt hatte.

Auch die Richter meinten jetzt: Die Nutzung eines Fahrzeuges zur Ausübung der Imkerei, die der Kläger als Liebhaberei ohne Gewinn betreibt, ist dem privaten Bereich der Lebensführung zuzurechnen. Deshalb muss der Kläger für sein Autoradio keine Rundfunkgebühr zahlen (OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 5.5.2008, Az. 7 A 11107/07.OVG).


Hintergrund:

Freiberufler oder Gewerbetreibende, die ihren Betrieb aufbauen, schreiben in den ersten Jahren ihrer unternehmerischen Tätigkeit häufig rote Zahlen.

Solche Anlaufverluste sind völlig normal, und während der ersten paar Jahre wird das Finanzamt auch meist den Verlust aus selbstständiger Tätigkeit oder aus Gewerbebetrieb problemlos in Ihrem Steuerbescheid berücksichtigen.

Kommen Sie jedoch jahrelang nicht aus der Verlustzone heraus, wird das Finanzamt möglicherweise misstrauisch und fährt mit dem schweren Geschütz der "Liebhaberei" auf.

Wird Ihre Tätigkeit als Liebhaberei eingestuft, hat das schwerwiegende steuerliche Folgen: Ab sofort werden die Verluste in Ihrem Einkommensteuerbescheid nicht mehr berücksichtigt. Es gibt also keinen Verlustausgleich, keinen Verlustrücktrag und keinen Verlustvortrag, somit auch keine Steuererstattungen. Kleines Trostpflaster: Auch gelegentliche positive Ergebnisse werden dann nicht versteuert.

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