Familientelefonate auf Geschäftsreise als Betriebsausgabe abziehen

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Sind bei einer längeren Dienstreise keine wöchentlichen Familienheimfahrten möglich, dürfen stattdessen die Kosten eines Telefonats als Werbungskosten oder Betriebsausgabe abgezogen werden.

Bei einer steuerlich anerkannten doppelten Haushaltsführung sind die Kosten einer wöchentlichen Familienheimfahrt als Werbungskosten abziehbar. Wird keine Familienheimfahrt durchgeführt, dürfen stattdessen die Kosten eines fünfzehnminütigen Telefonats mit den Familienangehörigen als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Dieser Grundsatz ist auf eine Dienstreise übertragbar, die länger als eine Woche dauert, da auch in diesem Fall die Abwesenheit beruflich veranlasst ist (Niedersächsisches Finanzgericht, Urteil vom 2.9.2009, Az. 7 K 2/07). Die Richter gestanden deshalb einem Soldaten, der sich auf einer mehrwöchigen Dienstreise auf See befand und nicht jede Woche nach Hause fahren konnte, den Abzug von Telefonkosten als Werbungskosten zu.

Steuertipp
Unseres Erachtens können auch Selbstständige die Kosten von Familientelefonaten als Betriebsausgabe ansetzen, wenn sie auf einer längeren Geschäftsreise sind und eine wöchentliche Familienheimfahrt nicht in Betracht kommt. Die Kosten müssen Sie allerdings einzeln nachweisen. Denn es dürfen keine Pauschalen dafür in Anspruch genommen werden.

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