Bewirtung von Geschäftspartnern in einer Gaststätte

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Selbstständige dürfen Bewirtungskosten nur als Betriebsausgaben abziehen, wenn sie bestimmten Aufzeichnungspflichten nachkommen. Ist bei der Bewirtung in einer Gaststätte der Name des Bewirtenden aufzuzeichnen?

Die Finanzverwaltung vertritt die Meinung, dass die Bewirtung in einer Gaststätte über eine Rechnung nachzuweisen ist, in der bei einem Rechnungsbetrag von mehr als 150 Euro auch der Name des Bewirtenden genannt sein muss.

Das FG Düsseldorf ist hier allerdings anderer Ansicht. Nach Auffassung des Gerichts reicht auch bei Beträgen über 150 Euro eine Rechnung ohne den Namen des Bewirtenden aus, wenn der Gastgeber auf einem Eigenbeleg Angaben zu Ort, Tag, Teilnehmer, Anlass der Bewirtung sowie Höhe der Aufwendungen macht und seine Zahlung durch Kreditkartenabrechnungen oder Kontoabbuchungen belegen kann (Urteil vom 7.12.2009, Az. 11 K 1093/07 E).

Denn der Nachweis von Bewirtungskosten über eine Rechnung ist nach Meinung des Gerichts nur ein Weg, um die Ausgaben für ein Geschäftsessen zu belegen. Einem Selbstständigen steht es frei, sich stattdessen für die Variante Eigenbeleg zu entscheiden, für die nicht die Rechnungsvorschriften gelten.

Gegen das Urteil des FG Düsseldorf wurde Revision eingelegt. Es bleibt daher abzuwarten, ob der Bundesfinanzhof die Rechtsauffassung der Vorinstanz teilt (Az. des BFH X R 57/09).

Steuertipp
Wollen Sie Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt vermeiden, sollten Sie trotz des Urteils des FG Düsseldorf Bewirtungen in einer Gaststätte immer über eine Rechnung nachweisen, auf der ab 150 Euro auch der Name des Gastgebers steht.

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