Betriebsausgaben: Sie fragen, wir antworten! (Teil 2)

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Derzeit beschäftige ich als Selbstständiger ausschließlich freie Mitarbeiter. Vor ein paar Tagen haben wir ein großes Projekt erfolgreich abgeschlossen. Aus diesem Grund lud ich zwei meiner Mitarbeiter zum Essen in ein Restaurant ein. Mir sind dadurch Bewirtungskosten in Höhe von 270 Euro entstanden. Darf ich meine Ausgaben in voller Höhe gewinnmindernd erfassen?

Nein, denn wenn Sie freie Mitarbeiter zum Essen einladen, handelt es sich um eine Bewirtung aus geschäftlichem Anlass. Bei solchen Einladungen ist der Betriebsausgabenabzug auf 70% der angemessenen Bewirtungskosten beschränkt. Unabhängig davon können Sie die von Ihnen gezahlte Vorsteuer aber in voller Höhe geltend machen.

Für Sie als Auftraggeber können bei freien Mitarbeitern Probleme auftauchen: Ist es tatsächlich ein Selbstständiger? Oder doch ein versteckter Arbeitnehmer (Scheinselbstständiger)?
Die Kriterien für die richtige Einordnung erklären wir Ihnen in den "Steuertipps für Selbstständige" in Gruppe 3b/2 (1) bzw. hier in der Online-Version.

Laden Sie sowohl freie als auch festangestellte Mitarbeiter zum Essen ein, sollten Sie die Bewirtungskosten aufteilen. Die auf Ihre festangestellten Mitarbeiter entfallenden Kosten sind zu 100% abzugsfähig, wogegen die auf Ihre freien Mitarbeiter entfallenden Kosten der erwähnten Abzugsbeschränkung unterliegen.

Wenn Sie festangestellte Mitarbeiter zum Essen einladen, sind die Ausgaben zwar zu 100% als Betriebsausgaben absetzbar - allerdings stolpern Sie schnell über das Problem von steuer- und sozialversicherungspflichtigem Arbeitslohn.
Was Sie hier beachten müssen, erklären wir Ihnen in den "Steuertipps für Selbstständige" im "ABC des steuerfreien und steuerbegünstigten Arbeitslohns" in Gruppe 9b/1 (1) bzw. hier in der Online-Version.

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