AfA kann nicht willkürlich ausgesetzt werden

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Abnutzbare Wirtschaftsgüter werden über mehrere Jahre hinweg abgeschrieben (§ 7 Abs. 1 EStG). Dabei handelt es sich nicht um ein nettes Angebot, sondern um eine Verpflichtung. Das musste jetzt eine GbR lernen.

Die Gesellschaft erwarb einen Pkw , den sie über vier Jahre abschrieb - bis zu einem Restwert von DM 10.000. Dann wurde ein Jahr keine AfA mehr geltend gemacht. Hintergrund: Wegen der Kostendeckelung beim Privatanteil war es günstig, möglichst niedrige Kfz-Kosten zu haben.

Ein weiteres Jahr später wurde der Pkw entnommen. Entnahmewert nach Auffassung der GbR: DM 10.000 netto. Der Restbuchwert von ebenfalls DM 10.000 wurde als Betriebsausgabe berücksichtigt, was zu einem Entnahmegewinn von DM 0 führte. Damit wurden Betriebsausgaben von DM 10.000 aus dem Jahr 1999 bewusst ins Jahr 2000 verlagert.

So nicht, wurden die Rechenkünstler aufgeklärt. Die AfA ist bis zu einem Erinnerungswert von € 1 vorzunehmen. Es steht nicht im Ermessen des Steuerpflichtigen, ob er eine Abschreibung durchführen möchte - er muss es tun. Und zwar auch dann, wenn der Pkw tatsächlich noch einen erheblichen Marktwert hat. Das Gericht ging daher von einem Restbuchwert von DM 1 aus, was den Gewinn um DM 10.000 erhöhte. Auch die unterlassene AfA für das Vorjahr konnte nicht mehr nachgeholt werden (FG Hamburg vom 15.6.2006, 2 K 152/05, EFG 2006 S. 1659; Az. der Revision IV R 48/06).

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