Sponsoring: Betriebsausgabenabzug nicht riskieren

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Eine Spende mit Gegenleistung? Das gibt es im Steuerrecht nicht, und ruckzuck läuft die gute Tat zumindest steuerlich ins Leere. Der Ausweg: Sponsoring. Wenn Sie ein paar Kleinigkeiten beachten, können Sie die Ausgaben als Betriebsausgaben abziehen.

Beim Sponsoring unterstützen Sie durch die Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen Vereine oder andere Organisationen in sportlichen, kulturellen, kirchlichen, wissenschaftlichen, sozialen, ökologischen oder ähnlich bedeutsamen gesellschaftspolitischen Bereichen. Gegenüber Spenden grenzt sich das Sponsoring dadurch ab, dass der Empfänger eine Gegenleistung erbringt, beispielsweise Trikotwerbung oder die Nennung des Sponsors auf Plakaten.

Der Abzug der Zuwendung als Betriebsausgabe ist möglich, wenn dem Sponsor im Gegenzug ein wirtschaftlicher Vorteil verschafft wird. Davon geht die Finanzverwaltung zum Beispiel in den folgenden Fällen aus:

  • Der Empfänger der Leistung, also z.B. der Sportverein, erwähnt den Sponsor oder seine Produkte auf Plakaten, Veranstaltungshinweisen, in Katalogen, auf Fahrzeugen oder anderen Gegenständen.

  • Auf Pressekonferenzen oder anderen öffentlichen Veranstaltungen des Empfängers der Leistung wird auf das Unternehmen des Sponsors oder seine Produkte hingewiesen.

  • Der Leistungsempfänger verwendet den Namen oder das Logo des Sponsors öffentlichkeitswirksam.

Gut zu wissen: Der Abzug als Betriebsausgabe hängt nicht davon ab, ob die zugewendeten Leistungen notwendig, üblich oder zweckmäßig sind. Auch auf die Gleichwertigkeit von Leistung und Gegenleistung kommt es nicht an.

Der Abzug als Betriebsausgabe kann nur dann untersagt werden, wenn die Leistung des Sponsors in einem krassen Missverhältnis zum erzielten wirtschaftlichen Vorteil steht.

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