Mit Geschäftsfreunden in See stechen

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Der Bundesfinanzhof (BFH) muss sich hin und wieder mit ungewöhnlichen Fragen auseinandersetzen. Ein aktuelles Beispiel: Dürfen die durch ein Segeltörn mit einem historischen Schiff auf der Ostsee entstehenden Kosten als Betriebsausgaben berücksichtigt werden, wenn Geschäftspartner mit an Bord sind?

Nein, sagt der BFH. Ein Segeltörn mit Geschäftsfreunden fällt in die Rubrik überflüssige und unangemessene Repräsentation. Die Kosten der Schiffsreise sollen aufgrund der Steuergerechtigkeit und des sozialen Friedens nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden können. Dass die Ausgaben für die Fahrt betrieblich veranlasst sind, ändert nichts an dem Abzugsverbot (BFH-Urteil vom 2.8.2012, IV R 25/09, DB 2012 S. 2076).

Um sogenannte Repräsentationsaufwendungen eines Unternehmers vom Betriebsausgabenabzug ausschließen zu können, hat der Gesetzgeber bereits vor Jahren eine Gesetzesvorschrift in das Einkommensteuergesetz eingefügt. Danach gilt für Aufwendungen für Jagd oder Fischerei, für Segeljachten oder Motorjachten sowie für ähnliche Zwecke und für die damit zusammenhängenden Bewirtungen ein Abzugsverbot.

Bei Schiffsreisen ist der Betriebsausgabenabzug allenfalls dann zulässig, wenn das Schiff als schwimmender Besprechungsraum oder reines Transportmittel benutzt wird. Im Streitfall stand allerdings der Einsatz für Unterhaltungs- und Repräsentationszwecke fest.

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