Kein Betriebsausgabenabzug für vom Arbeitgeber überlassenes Fahrzeug

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Ein Angestellter mit einem Firmenwagen, der dieses Fahrzeug auch für seine nebenberufliche selbstständige Tätigkeit nutzt, darf dafür keine Betriebsausgaben geltend machen.

Ein Unternehmensberater hatte Einkünfte aus einer Tätigkeit als Angestellter und als Selbstständiger. Von seinem Arbeitgeber hatte er einen Firmenwagen erhalten, den er auch für Fahrten im Rahmen seiner selbstständigen Tätigkeit nutzen durfte.

Den durch den Firmenwagen entstandenen geldwerten Vorteil versteuerte er mittels der pauschalen 1 %Methode. Einen Teil der so gezahlten Steuern machte er als Betriebsausgaben in Form eines fiktiven Aufwands geltend, weil er das Fahrzeug auch für betriebliche Fahrten nutze.

Das Finanzamt erkannte diese Kosten nicht steuermindernd an, da für die betriebliche Nutzung auch kein entsprechender Vorteil angesetzt worden sei.

Das FG Münster folgte der Auffassung des Finanzamts: Ein Betriebsausgabenabzug, erklärten die Richter, scheide aus, weil nicht der Unternehmensberater die Kosten für das Fahrzeug getragen habe, sondern sein Arbeitgeber. Der als Arbeitslohn erfasste Sachbezug könne auch nicht als fiktiver Aufwand berücksichtigt werden, denn die 1 %-Regelung decke allein die Privatnutzung, nicht aber die Nutzung in einem Betrieb des Arbeitnehmers ab (FG Münster vom 26.9.2014, 11 K 246/13 ).

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