2022: Künstlersozialabgabe bleibt stabil bei 4,2 Prozent
Über die Künstlersozialversicherung sind zurzeit mehr als 190.000 selbständige Künstler und Publizisten versichert.

2022: Künstlersozialabgabe bleibt stabil bei 4,2 Prozent

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Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zur Künstlersozialabgabe-Verordnung 2022 die Ressort- und Verbändebeteiligung eingeleitet. Nach der neuen Verordnung soll auch im Jahr 2022 der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung unverändert 4,2 Prozent betragen.

Ermöglicht wird dies laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) durch den Einsatz zusätzlicher Bundesmittel (Entlastungszuschuss) in Höhe von insgesamt knapp 84,6 Millionen Euro. Damit werde einer Belastung der abgabepflichtigen Unternehmen entgegengewirkt und den negativen wirtschaftlichen Folgen gerade für die Kultur- und Kreativbranche durch die Corona-Pandemie Rechnung getragen. Gleichzeitig sei die solide Finanzierung der sozialen Absicherung von Künstlern sowie Publizisten in der Künstlersozialversicherung weiterhin gewährleistet.

Bei der Künstlersozialabgabe-Verordnung handelt es sich um eine Ministerverordnung ohne Kabinettbeschluss. Die Verordnung muss bis spätestens Ende des Jahres 2021 im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Was ist die Künstlersozialversicherung?

Über die Künstlersozialversicherung werden zurzeit mehr als 190.000 selbständige Künstler und Publizisten als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen.

Die Künstlersozialabgabe wird als Umlage erhoben. Der Abgabesatz wird jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt. Bemessungsgrundlage sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

Sie speist sich aus drei Einnahmequellen:

  • den Eigenbeiträgen der selbständigen Künstler und Publizisten,

  • der Künstlersozialabgabe (KSA) der beauftragenden und verwertenden Unternehmen und

  • einen Bundeszuschuss.

Die selbständigen Künstler und Publizisten zahlen dabei – so wie es auch Angestellte tun – die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge selbst. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20%) und durch die Künstlersozialabgabe der abgabepflichtigen Unternehmen (30%) finanziert.

Wer muss Künstlersozialabgabe zahlen?

Abgabepflichtig sind Unternehmen, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten. Die von ihnen abzuführende Künstlersozialabgabe wird als Umlage erhoben, deren Abgabesatz jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt wird. Bemessungsgrundlage sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

Kontakt zur Künstlersozialkasse

Auf der Kontaktseite der Künstlersozialkasse finden Sie zahlreiche Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sowie eine Übersicht der aktuellen Sprechzeiten.

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(MB)

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