Abschreibungen
geringwertige Wirtschaftsgüter - Sammelposten - Investitionsabzugsbetrag

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Abschreibungen

Wenn Sie ein Wirtschaftsgut abschreiben, geben Sie den Kaufpreis verteilt über mehrere Jahre als Betriebsausgabe in Ihrer  Gewinnermittlung an. Abschreibungen sind daher eine hervorragende Möglichkeit, die Höhe des Gewinns (oder Verlusts) zu steuern und es zahlt sich aus, die gängigen Abschreibungstechniken zu kennen.

Planmäßig Abschreiben lassen sich nur abnutzbare Wirtschaftsgüter. Um zum jeweiligen Abschreibungsbetrag zu gelangen, der dann als Betriebsausgabe erfasst wird, müssen das Abschreibungsvolumen, die Abschreibungsdauer und der Abschreibungssatz ermittelt werden.

Allein mit den Standard-Abschreibungsmethoden lässt sich allerdings nicht das Optimum an Steuerersparnis herausholen. Es gibt darüber hinaus weitere attraktive Abschreibungsmöglichkeiten, die Sie als Selbstständiger kennen sollten:
  • Da ist zum einen die Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG). Das besondere an der GWG-Abschreibung ist, dass selbst bei einer mehrjährigen Nutzung des Wirtschaftsgutes bereits im ersten Jahr der gesamte Kaufpreis  abgeschrieben werden kann. Das ist allerdings nur möglich, wenn die Anschaffungskosten höchstens 410 EUro zuzüglich Umsatzsteuer (ab 2018: 800 Euro zzgl. USt.) betragen haben und es sich um ein eigenständig nutzbares Wirtschaftsgut handelt.
  • Sehr lukrativ ist auch die Sonderabschreibung. Als Begünstigter haben Sie das Recht, in den ersten fünf Jahren bis zu 20% der Anschaffungskosten eines betrieblichen Wirtschaftsgutes zusätzlich zur normalen Abschreibung gewinnmindernd zu berücksichtigen.

GWG-Abschreibung und Sammelposten

Bei der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter gibt es ein Wahlrecht, ob Sie diese sofort abschreiben möchten oder alle entsprechenden Anschaffungen eines Jahres zusammengefasst über fünf Jahre (Poolabschreibung). Die Entscheidung für einen Sammelposten muss einheitlich für alle im Wirtschaftsjahr angeschafften GWG getroffen werden.

Bis 31.12.2017 galten dabei folgende Werte: Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 410 Euro (ohne USt.) können sofort abgeschrieben werden. Dabei sind Wirtschaftsgüter, die 150 Euro (ohne USt.) übersteigen, in einem Verzeichnis laufend zu erfassen. Alternativ zur sofortigen Abschreibung kann die so genannte "Poolabschreibung" (Sammelposten) gewählt werden. Dabei sind Wirtschaftsgüter mit einem Wert (ohne USt.) zwischen 150,01 Euro und 1.000 Euro in einem Pool zusammen zu fassen und mit jährlich 20% über fünf Jahre abzuschreiben.

Für ab dem 1.1.2018 angeschaffte Wirtschaftsgüter gilt: Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 Euro (ohne USt.) können sofort abgeschrieben werden. Dabei sind Wirtschaftsgüter, die 250 Euro (ohne USt.) übersteigen, in einem Verzeichnis laufend zu erfassen. Alternativ zur sofortigen Abschreibung kann die so genannte "Poolabschreibung" (Sammelposten) gewählt werden. Dabei sind Wirtschaftsgüter mit einem Wert (ohne USt.) zwischen 800,01 Euro und 1.000 Euro in einem Pool zusammen zu fassen und mit jährlich 20% über fünf Jahre abzuschreiben.

Investitionsabzugsbetrag: Abschreibung schon vor dem Kauf

Ein weiteres reizvolles Steuerspar-Instrument ist der Investitionsabzugsbetrag (IAB). Dabei handelt es sich nicht um eine Abschreibung im engeren Sinn, sondern um eine gewinnmindernde Rücklage, die bereits bis zu drei Jahre vor der Anschaffung gebildet werden darf. Die Rücklage darf immerhin bis zu 40% der voraussichtlichen Anschaffungskosten des Wirtschaftsgutes betragen. Bei größeren Investitionen ergibt sich dadurch schnell eine stattliche Steuerersparnis.

Wird der Gegenstand, für den ein Investitionsabzugsbetrag gebildet wurde, nicht rechtzeitig angeschafft, muss die Rücklage allerdings gewinnerhöhend aufgelöst werden, und zwar in dem Jahr, in dem sie ursprünglich gebildet wurde.

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