Kein Investitionsabzugsbetrag bei zu ungenauer Bezeichnung

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Der BFH hat deutlich gemacht, dass sich ein Selbstständiger durch zu ungenaue Bezeichnung einer geplanten Investition den Investitionsabzugsbetrag verscherzen kann.

Ein selbstständiger Fotograf machte in seiner Gewinnermittlung für das Jahr 2008 einen gewinnmindernden Investitionsabzugsbetrag (IAB) in Höhe von 18.000 € für Studiobedarf mit voraussichtlichen Anschaffungskosten von 45.000 € geltend.

Finanzamt, Finanzgericht und schließlich der BFH ließen jedoch den Abzug des IAB nicht zu (BFH-Urteil vom 19.10.2011, X R 25/10, BFH/NV 2012 S. 719). Es fehle an einer hinreichend genauen Benennung des Wirtschaftsguts. Jedes einzelne Wirtschaftsgut müsse gesondert dokumentiert werden.

Bei dem vom Unternehmer verwendeten Begriff Studiobedarf handle es sich um eine Sammelbezeichnung, unter die nahezu alle im Fotostudio verwendeten oder einsetzbaren Wirtschaftsgüter fallen würden. Damit fehle es an der erforderlichen Individualisierung der geplanten Investition. Eine Überprüfung, ob ein später angeschafftes Wirtschaftsgut mit demjenigen funktionsgleich ist, für das zuvor der IAB vorgenommen worden ist, wäre daher nicht möglich.

Ein wenig mehr Mühe als der Fotograf müssen Sie sich schon machen, wenn Sie mit Ihrem Investitionsabzugsbetrag keinen Schiffbruch erleiden wollen. Halten Sie sich am besten an die genauen Bezeichnungen und Preisangaben eines Fachkatalogs und vermeiden Sie globale Sammelbezeichnungen. Dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

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