Investitionsabzugsbetrag für Betriebs-Pkw

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Die Finanzverwaltung hat die Bildung eines Investitionsabzugsbetrages für die Anschaffung eines Pkws an hohe Auflagen geknüpft. Das Finanzgericht Saarland hält allerdings eine zentrale Auflage für unzulässig.

Beabsichtigen Sie, sich innerhalb der nächsten drei Jahre einen Pkw für Ihren Betrieb anzuschaffen, können Sie in Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung 2009 einen Investitionsabzugsbetrag bilden und damit Ihren zu versteuernden Gewinn senken. Einen Abzugsbetrag dürfen Sie aber nur dann erfassen, wenn Sie Ihren angeschafften Pkw in den ersten zwei Jahren zu mindestens 90% betrieblich nutzen werden. Ihre künftige, nahezu ausschließliche betriebliche Nutzung müssen Sie gegenüber dem Finanzamt glaubhaft machen.

Nach Ansicht der Finanzverwaltung ist die mindestens 90-prozentige betriebliche Nutzung bereits dann widerlegt, wenn sich heute ein gemischt genutzter Pkw in Ihrem Betriebsvermögen befindet und Sie Ihren privaten Nutzungsanteil pauschal über die 1%-Methode ermitteln.

Erfreulicherweise hält das FG Saarland diese restriktive Regelung für unzulässig. Denn allein die Tatsache, dass ein Selbstständiger seine private Pkw-Nutzung derzeit pauschal über die 1%-Methode ermittelt, lässt keineswegs den Schluss einer zu geringen betrieblichen Nutzung eines noch nicht einmal angeschafften Pkws zu.

Kündigt ein Selbstständiger an, seine künftige, nahezu ausschließliche betriebliche Nutzung durch ein Fahrtenbuch nachzuweisen, ist die vom Gesetzgeber geforderte Prognose einer mindestens 90-prozentigen betrieblichen Nutzung ausreichend glaubhaft gemacht (FG Saarland, Urteil vom 30.7.2009, Az. 1 V 1185/09, nicht veröffentlicht).

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