Ansparabschreibung: Buchungstrick funktioniert nicht

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Den Gewinnzuschlag von 6% wegen nicht erfolgter Investition müssen Sie auch dann versteuern, wenn Sie die Ansparabschreibung buchungstechnisch bereits vor Ende des Jahres auflösen (unterjährige Auflösung). Das hat der BFH entschieden.

Nach einer Entscheidung des FG Sachsen-Anhalt vom 31.8.2005 fällt auch bei buchungstechnischer Auflösung der Ansparabschreibung während des Jahres für dieses Jahr ein voller Gewinnzuschlag von 6% an. Der BFH hat diese Entscheidung im Revisionsverfahren bestätigt. Es bleibt also dabei: Voller Gewinnzuschlag von 6% auch bei unterjähriger Auflösung einer Ansparabschreibung (BFH, Urteil vom 26.2.2008, Az. VIII R 82/05). Mit einem Buchungstrick können Sie demnach den Gewinnzuschlag nicht umgehen.

Hintergrund:

Nach Ansicht der Finanzverwaltung gilt auch ein Rumpfwirtschaftsjahr, das bei Gründung oder Aufgabe des Betriebs im Laufe des Jahres entsteht, als volles Wirtschaftsjahr. Und auch wenn eine Ansparabschreibung buchungstechnisch bereits vor dem Ende des Jahres aufgelöst wird, hat sie im Sinne dieser Vorschrift ein volles Wirtschaftsjahr bestanden. Eine zeitanteilige Ermittlung des Gewinnzuschlags wird nicht akzeptiert (BMF-Schreiben vom 25.2.2004, BStBl. 2004 I S. 337 Tz. 34, 35, 39).

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