Steuererklärung 2018 - so geht es am einfachsten! - Steuertipps.de

Die Steuererklärung 2018

Das Jahr 2018 ist zwar noch nicht zu Ende, aber man sollte sich auch jetzt schon Gedanken über die Steuererklärung machen.

Abgabefristen für die Steuererklärung

Welche Frist Sie bei der Abgabe Ihrer Steuererklärung für 2018 einhalten müssen, hängt davon ab, ob Sie eine Steuererklärung abgeben müssen oder ob Sie freiwillig eine abgeben dürfen.

Zur Abgabe einer Steuererklärung sind Sie zum Beispiel verpflichtet, wenn Sie einen Freibetrag für den Lohnsteuerabzug beantragt haben, bei berufstätigen Ehepartnern einer die Steuerklasse V oder VI hat, die Ehepartner die Kombination IV-Faktor/IV-Faktor gewählt haben, Sie Elterngeld oder Krankengeld oder eine andere Lohnersatzleistung über 410 € bezogen haben. In diesen Fällen mussten Sie bisher den 31. Mai als Stichtag beachten. Bis zu diesem Tag sollte die Steuererklärung für das Vorjahr beim Finanzamt eingegangen sein, sonst konnte dieses einen Verspätungszuschlag festsetzen. Ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 dürfen Sie sich zwei Monate länger Zeit lassen: Ihre Steuererklärung müssen Sie dann erst bis zum 31. Juli beim Finanzamt einreichen. Wenn Sie vom Finanzamt nach diesem Termin noch aufgefordert werden, eine Steuererklärung für 2017 abzugeben, sollten Sie die Steuererklärung so schnell wie möglich einreichen.

Normalerweise ist es kein Problem, die Steuererklärung ein paar Tage später beim Finanzamt abzugeben. Wer sich aber extrem viel Zeit lässt, muss mit Sanktionen rechnen: Wenn Sie Ihre Steuererklärung zu spät abgeben, kann das Finanzamt Sie mit dem Verspätungszuschlag dafür bestrafen. Dieser ist aber nicht nur Strafe, sondern auch Druckmittel, damit Sie Ihre Steuererklärungen in Zukunft rechtzeitig abgeben. Beantragen Sie also rechtzeitig eine Fristverlängerung, wenn Sie für Ihre Steuererklärung noch mehr Zeit brauchen.

Wichtige Steueränderungen für 2018

Grundfreibetrag wird erhöht
Der Grundfreibetrag beträgt ab dem 1.1.2018 9.000 Euro. Als Ausgleich der 2014 und 2015 entstandenen kalten Progression werden zusätzlich die Eckwerte des Steuertarifs um 1,65 % angehoben. Das entspricht der (geschätzten) Inflationsrate des Jahres 2017 und führt ab 2018 zu einer zusätzlichen Steuerentlastung. Der Eingangssteuersatz von 14 Prozent bleibt konstant.

Verspätungszuschlag: Berechnung gesetzlich vorgegeben
Der Verspätungszuschlag soll sicherstellen, dass Steuerpflichtige ihre Steuererklärungen rechtzeitig abgeben. In § 152 AO ist jetzt genau geregelt, wann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag zwingend erheben muss. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Steuerpflichtiger seine Steuererklärung für ein Kalenderjahr 14 Monate später immer noch nicht abgegeben hat. Neu ist auch, dass es jetzt einen Mindestverspätungszuschlag von 25,- für jeden angefangenen Monat der Verspätung gibt.
Ebenfalls neu ist eine Billigkeitsregelung für Steuerpflichtige, die nicht wussten, dass sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Betroffen sind zum Beispiel Rentner, deren zu versteuerndes Einkommen durch eine Rentenerhöhung über dem Grundfreibetrag liegt. Hier wird ein Verspätungszuschlag erst festgesetzt, wenn das Finanzamt zur Abgabe einer Steuererklärung aufgefordert hat und der Steuerpflichtige innerhalb der festgesetzten Frist keine Steuererklärung abgegeben hat (§ 152 Abs. 5 Satz 3 AO).
Die neuen Vorschriften gelten für Steuerjahre ab 2018. Geben Sie also zum Beispiel Ihre Einkommensteuererklärung für das Jahr 2018 nicht innerhalb von 14 Monaten ab, kommen Sie erstmals im Jahr 2020 mit dem Mindestverspätungszuschlag in Kontakt.

Mehr Geld für Eltern
Ab 2018 gibt es für das erste und zweite Kind ein Kindergeld in Höhe von 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind je 225 Euro.

Der Kinderfreibetrag fällt ab 2018 mit 4.778 Euro ebenfalls etwas höher aus. Der Erziehungsfreibetrag bleibt unverändert bei 2.640 Euro.

Unterhaltshöchstbetrag
Entsprechend der Änderung beim Grundfreibetrag erhöht sich auch der Unterhaltshöchstbetrag ab 2018. Er beträgt dann 9.000 Euro. Durch die Erhöhung können auch höhere Unterhaltsleistungen steuerlich geltend gemacht werden.

Form der Steuererklärung: Handschriftlich oder am Computer - beides ist erlaubt

Für Ihre Steuererklärung benutzen Sie am einfachsten ein Computer-Programm. Das nimmt Ihnen das Ausfüllen der komplizierten Formulare ab und Sie sind schneller fertig. Natürlich können Sie auch die Papierformulare nutzen und per Hand ausfüllen. Die Liste der Formulare finden Sie rechts oben. Ob Sie die Formulare mit der Hand ausfüllen oder dafür den Computer nutzen, ist mittlerweile egal. Auch per Steuererklärungs-Programm oder online können die Formulare ausgefüllt werden.

Jetzt schon auf die Steuererklärung 2016 vorbereiten

Die Steuererklärung für 2016 können Sie erst 2017 abgeben. Im Herbst 2016 erscheint dafür die neue Steuersoftware und Sie können sich schon heute dafür vormerken lassen.

Weitere Informationen zur Vormerkung

Mit Elster die Steuererklärung besonders schnell abgeben

Ihre Steuererklärung senden Sie am schnellsten elektronisch per ELSTER via Internet ans Finanzamt. Dadurch ersparen Sie auch dem Finanzamt das Erfassen der Daten. Das hat zwei wesentliche Vorteile für Sie: Erstens geht die Bearbeitung schneller, und zweitens können beim Finanzamt keine Eingabefehler mehr auftreten.

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