Unberechtigt Kindergeld erhalten? E-Mail an die Familienkasse genügt

 - 

Ein Kindergeldberechtigter, demgegenüber unverlangt Kindergeld festgesetzt und ausgezahlt wird, genügt mit einer einmaligen Mitteilung per E-Mail über die fehlende Anspruchsberechtigung seiner Mitteilungspflicht gegenüber der Familienkasse.

Das gilt auch dann, wenn auf seine Mail hin kein Aufhebungsbescheid innerhalb der Festsetzungsfrist ergeht, erklärt das FG Berlin-Brandenburg.

Die Richter führten aus, bei Eintritt der Festsetzungsverjährung dürfe die Kindergeldfestsetzung nicht mehr aufgehoben werden. Ohne einen entsprechenden Aufhebungsbescheid müsse der Kindergeldberechtigte das ihm überwiesene Kindergeld nicht an die Familienkasse zurück überweisen. Es sei zudem keine Rechtsgrundlage für eine Verpflichtung des Kindergeldberechtigten ersichtlich, nach der er an den Erlass eines Aufhebungsbescheids hätte erinnern müssen (FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 1.3.2017, Az. 7 K 7210/15).

Weitere News zum Thema

  • Unterhalt: Achten Sie auf den Zeitpunkt der Zahlung

    [] Wer einen Angehörigen unterstützt und Kosten für Unterkunft, Kleidung, Ernährung usw. übernimmt, kann die entsprechenden Unterhaltszahlungen im Rahmen des Unterhaltshöchstbetrags als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Klingt einfach, der Teufel steckt aber im Detail. mehr

  • Dürfen Eltern Versicherungsbeiträge des Kindes geltend machen?

    [] Beiträge, die Eltern für ihre Kinder in die Krankenversicherung und gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen, können als Sonderausgaben der Eltern steuerlich zu berücksichtigen sein. Unter welchen Voraussetzungen das gilt, erklärt ein Urteil des BFH. mehr

  • Heiraten Sie bald?

    [] Wussten Sie, dass Sie sogar die Hochzeitsfeier zum Steuern sparen nutzen können? Voraussetzung ist allerdings, dass Sie nicht im Restaurant feiern, sondern zuhause – denn nur dann können Sie vom Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen profitieren. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.